Fernsehpreis "LiteraVision" für Yasemin Ergin
Die NDR Autorin hat für ihren Beitrag über den Roman "Das Leben kleben" von Marina Lewycka den "LiteraVision"-Preis 2012 erhalten.
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Die Themen im Überblick:
- Bergmann, Schauspieler, Showlegende - Intime Einblicke in das bewegte Leben des Joachim Fuchsberger
- Umbenennung oder nicht? - Streit um die Ilja-Ehrenburg-Strasse in Rostock
- Von der Straße in die Charts - Der Musiker Felix Meyer
- Neues vom Hamburger Kultautor - Erstmals schreibt Frank Schulz einen Kriminalroman
Bergmann, Schauspieler, Showlegende - Intime Einblicke in das bewegte Leben des Joachim Fuchsberger
„Fang' nie an aufzuhören - und höre nie auf anzufangen", gibt Joachim Fuchsberger seinen Fans gerne mit auf den Weg. Und nach dieser Devise verläuft auch sein pralles Leben voller Wendepunkte, Erfolge und Dramen. Eigenwillig und selbstbewusst ist und war er immer. Blacky Fuchsberger ist ein routinierter Entertainer und Schauspieler – ohne je eine entsprechende Ausbildung gehabt zu haben. Er ist Dokumentarfilmer – ohne je Journalist gewesen zu sein. Er schrieb Songs für Udo Jürgens, rettete das Publikum bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 1974 vor einer Massenpanik. Er ging nach Hollywood und ließ es dann doch aus eigener Entscheidung hinter sich, weil er sich nicht verbiegen lassen wollte. Nun erzählt eine Dokumentation („Legenden“, 5. März, 20.15 Uhr, „Das Erste“) von dem bewegten Leben. Das Kulturjournal gewährt erste Einblicke.
Umbenennung oder nicht? - Streit um die Ilja-Ehrenburg-Strasse in Rostock
Er rief auf Flugblättern zum Mord an Deutschen auf und wurde zu einem der populärsten Propagandisten der Roten Armee. Der Schriftsteller Ilja Ehrenburg und seine Rolle im Zweiten Weltkrieg sind bis heute umstritten. Einige feiern ihn noch immer als Antifaschisten, doch viele sehen in ihm einen Deutschenhasser, der mit seinen Schriften womöglich russische Soldaten zu Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung angestiftet hat. Darf man nach so einem Menschen eine Straße benennen? In Rostock gibt es eine Ilja-Ehrenburg-Straße, die einzige überhaupt in Deutschland, und wieder einmal gibt es Streit : Mitglieder der Jungen Union kämpfen für eine Namensänderung, auch der Oberbürgermeister denkt über eine Umbenennung nach. Dagegen richtet sich die Ilja-Ehrenburg-Initiative, die sich für den Erhalt der Straße und für Ehrenburg als Friedenskämpfer einsetzt. Das Kulturjournal über einen brisanten Streit.
Von der Straße in die Charts - Der Musiker Felix Meyer
Es klingt wie ein Märchen, in seinem Fall ist es aber wahr: Der Musiker Felix Meyer wurde buchstäblich auf der Straße entdeckt. Peter Hoffmann, der Musikproduzent von Tokio Hotel, stolperte in Lüneburg über den Sänger und schickte ihn und seine Band gleich in ein Plattenstudio. Entdeckt hatten Felix Meyer zuvor freilich schon zehntausende Passanten. Denn Felix Meyer und seine Band waren jahrelang als Straßenmusiker quer durch Europa unterwegs, campten im Freien, erspielten sich ihr tägliches Abendbrot. Jetzt ist alles anders, Felix Meyer ist mit seinem neuen Album („Erste Liebe/letzter Tanz“, 105 Music) in den Charts und kommt auf Tour und spielt in norddeutschen Konzerthallen (5.3. Hamburg, 7.3. Lüneburg). Das Kulturjournal geht mit ihm nochmal dorthin, wo alles anfing: auf die Straße.
Neues vom Hamburger Kultautor - Erstmals schreibt Frank Schulz einen Kriminalroman
„Der Bukowski der Elbe“ wurde er schon genannt oder als eine „Mischung aus Arno Schmidt und Werner Brösel“ beschrieben. Ob diese Vergleiche nun stimmen oder nicht: Frank Schulz ist ein begnadeter Schriftsteller aus Hamburg. Mit Romanen wie „Kolks blonde Bräute“, „Morbus Fonticulli“ oder „Das Ouzo-Orakel“ hat er Kritiker und Fans immer wieder begeistert, jetzt veröffentlicht er seinen ersten Krimi: „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ (Galiani Verlag), eine aberwitzige Geschichte um einen Hartz IV-Empfänger, der Privatdetektiv werden will und es prompt mit Hamburger Kiez-Größen zu tun hat. Damit Frank Schulz mit diesem Buch endlich richtig groß rauskommt, unterstützen ihn prominente Kollegen: Karen Duve, Sven Regener, Harry Rowohlt und Rocko Schamoni haben es gemeinsam mit Schulz vorgestellt – natürlich auf St. Pauli. Das Kulturjournal war dabei und stellt den Kultautor vor.