Kulturjournal

Liebeserklärung an Udo Lindenberg

Montag, 09. Oktober 2017, 23:15 bis 23:45 Uhr

Julia Westlake.

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Liebeserklärung an Udo Lindenberg: Neuer Fotoband über die Rocklegende

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05:22

Liebeserklärung an Udo Lindenberg

09.10.2017 23:15 Uhr

Udo Lindenberg, der Sänger mit Hut, Zigarre und Likörchen, ist inzwischen eine Kategorie für sich. Seine Alben stürmen die Charts, die Konzerte ausverkauft. Was fehlt noch? Ein Bildband! Video (05:22 min)

Udo Lindenberg, der Sänger mit Hut, Zigarre und Likörchen, ist inzwischen eine Kategorie für sich. Seine Alben stürmen die Charts, die Konzerte ausverkauft. Die Fotografin Tine Acke hat Lindenberg vier Jahre lang auf Tour begleitet. Jetzt veröffentlicht sie mit ihm einen Bildband: "Udo Lindenberg - Stärker als die Zeit" (teNeues). Ergänzend zu den Bildern gibt es kurze Texte von Wegbegleitern und Freunden wie zum Beispiel Marius Müller-Westernhagen, Helge Schneider oder Benjamin von Stuckrad-Barre. Und auch Udo selbst hat Texte und Bilder beigetragen.

Wie die Natur vor unserer Haustür stirbt: Ein Buch über "Das Ende der Natur"

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Droht uns das Ende der Natur?

Früher war die Windschutzscheibe schnell voll von Insekten. Heute nicht mehr. Das Buch "Das Ende der Natur" beschreibt, wie die industrielle Landwirtschaft unsere Artenvielfalt zerstört. mehr

Fuhr man früher auf der Autobahn, war die Windschutzscheibe relativ schnell voll von Insekten. Heute ist sie das kaum noch. Die Autorin Susanne Dohrn schreibt in ihrem Buch "Das Ende der Natur. Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür" (Ch. Links Verlag), wie die industrielle Landwirtschaft die Totengräberin der biologischen Vielfalt ist. Und so flattert, surrt und summt es immer weniger um uns herum. Beispiel Trauerseeschwalbe: Eines ihrer Hauptbrutgebiete in Deutschland war Eiderstedt in Schleswig-Holstein. In den 1950er-Jahren brüteten dort noch 1.500 bis 1.600 Paare. Heutzutage sind es zwischen zehn und 20. Ertrag und seine Steigerung - um die geht es in der Landwirtschaft. Dafür werden Knicks und Hecken beseitigt, aus Wiesen und Weiden wird Intensivgrünland, Senken und Mulden werden trockengelegt und über das, was angebaut wird, werden großzügig Insektizide, Herbizide und Fungizide gesprüht. Eigentlich kein Wunder, dass zahllose Wiesen- und Ackerpflanzen, Insekten und Vögel inzwischen gefährdet oder gar verschwunden sind. Das Kulturjournal spricht mit der aus Tornesch in Schleswig-Holstein stammenden Autorin über das Sterben der Natur um uns herum, fragt aber auch Robert Habeck, den Minister für Landwirtschaft, Natur und Umwelt in Schleswig-Holstein, was die Politik eigentlich tut, um die Natur zu retten.

Dunkles Erbe des Kolonialismus: Die Erben der Herero verklagen Deutschland

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Das dunkle Erbe des Kolonialismus

Als Namibia deutsche Kolonie war, verübten die Deutschen dort einen Völkermord und raubten Hunderte Schädel, die bis heute in deutschen Museen lagern. Auch in Hamburg und Bremen. mehr

Als Namibia noch eine deutsche Kolonie war, verübten die Deutschen dort einen Völkermord. Gouverneur Lothar von Trotha ordnete 1904 die planmäßige Vernichtung von mehr als 60.000 Herero und Nama an, die deutschen Kolonialherren enteigneten ein Viertel des Herero-Landes, vergewaltigten die Frauen und raubten hunderte Schädel, die bis heute in deutschen Museen und Sammlungen lagern, auch in Hamburg und Bremen. Für die in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (dem heutigen Namibia) begangenen Verbrechen haben Vertreter der Volksgruppen der Herero und der Nama in New York Sammelklage gegen Deutschland eingereicht, der nächste Verhandlungstermin ist der 13. Oktober. Sie fordern Entschädigungszahlungen und eine Beteiligung an Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia. Die Bundesregierung spricht mittlerweile auch von Völkermord, lehnt aber individuelle Entschädigungen ab. Und die Museen und Historiker beschäftigt der richtige Umgang mit diesem Erbe.

Warum Karl Marx wieder aktuell ist: Neue Biografie von Jürgen Neffe

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Warum Karl Marx wieder aktuell ist

09.10.2017 23:15 Uhr

Eigentlich scheint zu Karl Marx alles gesagt. Doch eine neue Biografie zu dem wohl berühmtesten Rauschebart der Geschichte offenbart Lesenswertes. "Marx. Der Unvollendete" heißt sie. Video (05:44 min)

Warum wohl erscheint jetzt, nachdem alles gesagt und geschrieben schien über Karl Marx, den bedeutenden Denker und berüchtigten Rauschebart, eine neue Biographie? Weil 2018 sein 200. Geburtstag ist. Und womöglich auch, weil zwar der Marxismus durch die Geschichte, den sogenannten Kommunismus, gründlich diskreditiert wurde, Marxens Gedanken aber so aktuell erscheinen wie nie. Die Dauerkrise des realen Kapitalismus und die dramatisch wachsende Ungleichheit unter den Menschen: Karl Marx, der "Unvollendete" - wie Jürgen Neffe ihn im Titel seiner Biografie nennt (Bertelsmann) - hat das alles bis ins Detail vorhergesehen - und war dabei selbst alles andere als ein Revolutionär.

Der Roman des Herbstes: Der Gewinner des "Deutschen Buchpreises"

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Deutscher Buchpreis geht an Robert Menasse

Für den Roman "Die Hauptstadt" erhält Robert Menasse den Deutschen Buchpreis 2017. Das Buch des Österreichers gilt als weltweit erster EU-Roman und ist eine böse Satire auf Brüssel. mehr

And the winner is ... : Sechs Autoren und Autorinnen stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis: Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Robert Menasse, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann. Der Preis, der mit 25.000 Euro für den Sieger und je 2.500 Euro für die anderen fünf Autoren der Shortlist dotiert ist, gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die bisherigen Gewinner haben es fast alle durch den Preis auf die Bestsellerliste geschafft. Am Montag (9. Oktober) wird in Frankfurt der Deutsche Buchpreis verliehen. Das Kulturjournal stellt das prämierte Buch vor.

Der Norden liest - Start mit Stefan Gwildis in Cuxhaven

Schon als Kind lernte Stefan Gwildis den "Schimmelreiter" von Theodor Storm kennen, der Deichgraf Hauke Haien ist für ihn ein Typ, "der gegen den Strom schwimmt und sich nicht damit zufrieden gibt, was die Leute sagen".  Zum 200. Geburtstag des Husumer Schriftstellers Storm präsentiert der Musiker den Schimmelreiter als Lesung mit Musik. Am 10. Oktober eröffnet Gwildis in Cuxhaven die diesjährige Kulturjournal-Reihe "Der Norden liest". Das Motto in diesem Jahr ist Heimat, in den weiteren Veranstaltungen lesen unter anderem Sven Regener, Natascha Wodin, Hannlore Hoger und Katja Riemann.

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Der Norden liest 2017: Heimatgeschichten

Das NDR Kulturjournal packt wieder seine Koffer. Mit spannenden Gästen wie Katja Riemann, Sven Regener und Martina Gedeck geht's auf Lesereise durch Norddeutschland. mehr

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft  - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile