Kulturjournal

Ein Doku-Drama über Helgoland

Montag, 02. Oktober 2017, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 06. Oktober 2017, 02:00 bis 02:30 Uhr

Klein, aber im Fokus der Welt: Ein Doku-Drama über Helgoland

"Fels der Deutschen". Urlaubsinsel und Heimat. Strategischer Militärstützpunkt. Spielball der Weltmächte. Die 1,7 Quadratkilometer große Insel hat eine große Geschichte, die eng mit den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Immer wieder schwankt das Leben für die Bewohner zwischen Urlaubsidylle und waffenstarrer Hochseefestung. Am Ende des 2. Weltkriegs müssen sie ihre Heimat sogar ganz verlassen, denn die Briten wollen Helgoland mit der "Operation Big Bang" zerstören. Anlässlich des 70. Jahrestages der Sprengung erzählt Hubertus Meyer-Burckhardt im Doku-Drama "Heimat Helgoland" ein bewegtes Stück deutscher Geschichte. Im Zentrum des Films steht der Fotograf Franz Schensky, der wie kein anderer die Insel und ihre Entwicklung dokumentiert hat.

Wie gefährlich sind die "Reichsbürger"? Ein Buch über eine unübersichtliche Bewegung

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Wie gefährlich sind die "Reichsbürger"?

Ungefähr 13.000 "Reichsbürger" soll es in Deutschland geben. Der Journalist Andreas Speit hat zusammen mit Kollegen ein Buch über eine unübersichtliche Bewegung geschrieben. mehr

Sie lehnen die Bundesrepublik ab, gründen eigene "Staaten" oder betrachten sich selbst als staatenlos. Sie legen sich mit Behörden und Gerichten an, wollen die deutschen Gesetze nicht anerkennen. Einige sind militant und durch Gewalttaten aufgefallen. Die sogenannten Reichsbürger sorgen immer häufiger für Schlagzeilen, jüngst durch den Prozess gegen einen Mann aus Georgsmünd, der einen Polizisten erschossen hat. Dabei sind die "Reichsbürger" keine einheitliche Gruppe mit identischen Anschauungen und politischen Zielen, es gibt ganz unterschiedliche Gruppierungen oder Aktivisten, die sich Namen geben wie "Das Deutschlandprojekt", "Königreich Deutschland" oder "Staat Germanitien". Das Buch "Reichsbürger. Die unterschätzte Gefahr" liefert jetzt eine fundierte Einordnung und Übersicht. Das Kulturjournal spricht mit Herausgeber Andreas Speit und besucht eine Demonstration von "Staatenlos.info" in Wittenberg in Mecklenburg-Vorpommern.

Wie lebt es sich mit Angst und Panik? Ein Musiker schreibt über seine Erkrankung

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Wie lebt es sich mit Angst und Panik?

In "Ich bin mal eben wieder tot" schreibt Nicholas Müller, ehemaliger Frontmann der Band Jupiter Jones, über seine Angsterkrankung und wie er gelernt hat, damit umzugehen. mehr

Schätzungsweise zehn Millionen Deutsche leiden unter Angststörungen und Panikattacken. Einer von ihnen ist der Musiker Nicholas Müller. Er sang sich und die Band Jupiter Jones in die Top Ten, sie gewannen einen Echo - und auf dem Höhepunkt des Erfolges 2014 musste Nicholas Müller aufgeben. Er konnte nicht mehr, hatte auch auf offener Bühne, während der Auftritte Angstattacken. Zehn Jahre lang hatte er damit gelebt. Heute hat er gelernt, mit seiner Panik und den Anfällen umzugehen, macht auch wieder Musik. Und er hat ein sehr ehrliches und schonungsloses Buch über seine Erfahrungen geschrieben: wie es sich anfühlt, wenn eine Attacke kommt, wenn die Angst nach einem greift, wie man sie überwinden kann ("Ich bin mal eben wieder tot", Knaur). Im Kulturjournal erzählt Nicholas Müller über seinen langen, tiefen Fall - und wie er wieder aufstand.

Ausdrucksstark, vielseitig und begeisternd: Die Schauspielerin Lina Beckmann

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Lina Beckmann ist im Schauspielhaus Hamburg zu sehen.

"Ich kann nicht halbe Kraft geben, auch beim Proben nicht", sagt Lina Beckmann. Und das merkt man ihrem Spiel an: Sie ist eine Erscheinung auf der Bühne, lenkt die Blicke auf sich, selbst wenn sie ganz ruhig und fein spielt. Sie kann derb, komisch, böse und verletzlich sein - und alles auf einmal. Lina Beckmann war "Schauspielerin des Jahres" 2011, erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt den Ulrich-Wildgruber-Preis 2016.

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Lina Beckmann als Rose Bernd

Seit vier Jahren gehört sie zum Ensemble des Schauspielhauses Hamburg und ist einer der Stars des Theaters. Jetzt spielt sie die Titelrolle in "Rose Bernd" von Gerhard Hauptmann, eine Co-Produktion mit den Salzburger Festspielen. Die FAZ schrieb dazu: "Die vielgefeierte Lina Beckmann ist hier auf einem vorläufigen Höhepunkt ihres Spiels angekommen."

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Die Schauspielerin Lina Beckmann

02.10.2017 22:45 Uhr

Sie ist ausdrucksstark, vielseitig und begeisternd. Jetzt spielt sie in der aktuellen Inszenierung des Stücks "Rose Bernd" von Gerhard Hauptmann die gleichnamige Hauptrolle. Video (04:59 min)

Künstlerische Suche nach Identität: Die Wiederentdeckung von Anita Rée in der Hamburger Kunsthalle

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Die Wiederentdeckung von Anita Rée

02.10.2017 22:45 Uhr

In den 20er-Jahren war die Malerin Anita Rée eine anerkannte Künstlerin. Heute sind viele ihrer Werke nur wenigen bekannt. Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine Retrospektive. mehr

In ihrer Heimatstadt Hamburg erinnert nicht mehr viel an die Malerin Anita Rée: eine Straße in einem Neubaugebiet, ein Stolperstein vor ihrem Elternhaus, in dem auch ihr Atelier war - und das sie verkaufen musste, um fortan heimatlos zu sein. Dabei war Rée einst fester Bestandteil der Hamburger Gesellschaft, die sich gerne von ihr porträtieren ließ. Sie war in den 1920er-Jahren als Künstlerin anerkannt, bekam öffentliche Aufträge. Unter den Nazis verfemt, setzte sie ihrem Leben 1933 ein Ende. Doch erhalten ist nur noch ein Wandgemälde - heute in der Ballettschule des Hamburg Balletts bei öffentlichen Proben gelegentlich zu besichtigen. Jetzt gilt es, Anita Rée wiederzuentdecken, in Hamburg, in einer großen Retrospektive (Kunsthalle Hamburg ab dem 6. Oktober). In ihrem Werk lässt sich Zeit- und Kunstgeschichte ablesen, der Konflikt zwischen Tradition und Moderne - und auch das persönliche Ringen um Identität. Das Kulturjournal begibt sich auf Spurensuche.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft  - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile