Kulturjournal

Wie darf man über Natur schreiben?

Montag, 11. September 2017, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 15. September 2017, 02:00 bis 02:30 Uhr

Moderatorin Julia Westlake

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Wie darf man über Natur schreiben? Streit um Bestsellerautor Peter Wohlleben und sein neues Buch

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04:56

Wie darf man über Natur schreiben?

11.09.2017 22:45 Uhr

Er schreibt von Bäumen, die ihre Babys stillen und Pferden, die sich schämen. Mit seinen Büchern ist Peter Wohlleben zum Bestseller geworden. Doch nun gibt es Kritik seitens der Wissenschaft. Video (04:56 min)

Er ist Deutschlands berühmtester Förster, ein Bestseller-Autor und für die New York Times schlichtweg sogar eine Sensation: Peter Wohlleben. Sein Buch "Das geheime Leben der Bäume“ wurde in über 20 Sprachen übersetzt und war insgesamt 115 Wochen auf der Bestsellerliste. In seinen Büchern menschelt es: Da schreibt er von Bäumen, die ihre Baumbabys stillen und ihre Baumkinder erziehen, von Pferden, sie sich schämen, Elstern, die fremdgehen und mitfühlenden Mäusen. Jetzt erscheint sein neustes Buch: "Das geheime Netzwerk der Natur". Quasi zeitgleich veröffentlichen zwei Professoren einen offenen Brief an die Presse: "Wenn man den Wald vor lauter geheimnisvollen Bäumen nicht mehr sieht - ein Kommentar zur medialen Rezeption eines Bestsellers". In diesem Brief werfen die Unterzeichner Peter Wohlleben vor, "ein sehr unwirkliches Bild des Ökosystems Wald" zu vermitteln: "Denn viele der von Herrn Wohlleben getroffenen Aussagen stellen ein Konglomerat von Halbwahrheiten, eigenen Bewertungen selektiv ausgewählter Quellen und Mutmaßungen dar." 4.500 Unterschriften aus 24 Ländern stehen hinter dieser Petition. Was ist dran an dieser Kritik? Was sagt Peter Wohlleben dazu? Das Kulturjournal spricht mit einem Unterzeichner des Briefes und trifft Peter Wohlleben in seinem Wald.

Einheitsbrei oder große Ideen? Was steht eigentlich in den Partei-Wahlprogrammen zur Kultur

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03:49

Einheitsbrei oder große Ideen?

11.09.2017 22:45 Uhr

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Zeit für uns zu fragen: Was steht eigentlich in den Wahlprogrammen der führenden Parteien zu den Themen Bildung und Kultur? Video (03:49 min)

Die Bundestagswahl steht bekanntermaßen vor der Tür. Doch was steht eigentlich in den Wahlprogrammen der führenden Parteien zu den Themen Bildung und Kultur? Herrscht da großer Einheitsbrei oder gibt es gar große Ideen? Was haben die Parteien mit den Kitas und Schulen vor? Wie sieht es mit digitaler Bildung aus, wie mit unserer Kulturlandschaft? Das Kulturjournal hat die Wahlprogramme einmal kritisch unter die Lupe genommen und erstaunliche Einigkeit entdeckt, aber nicht nur.

"The End of Meat" - Ein aufrüttelnder Dokumentarfilm über die Folgen des Fleischkonsums

Filmtipp
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Kein Fleisch mehr aus Liebe zum Tier?

Keine Eier, keine Milch, keine Wollsocken: Wie sähe eine Welt voller Veganer aus? Die Doku "The End of Meat" zeigt die verheerenden Auswirkungen unseres Fleischkonsums. mehr

Das Ende des Fleisches - mehr geht nicht mehr, sagt dieser ernüchternde, aufrüttelnde Dokumentarfilm von Marc Pierschel über die zerstörerischen Konsequenzen unseres Fleischkonsums. Im Land der Bratwürste und Schweineschnitzel landen jährlich sechzig Kilogramm Fleisch auf dem Teller eines Durchschnittsdeutschen. 56 Milliarden Nutztiere werden weltweit pro Jahr geschlachtet - Tendenz steigend. Experten schätzen, dass die Menschen bis 2050 ihren Fleischbedarf noch verdoppeln werden, denn auch in den Schwellenländern wie China und Indien steigt der Fleischkonsum kontinuierlich an: eine Ernährungsweise , die die Ressourcen der Erde überstrapaziert. Die Massentierzucht verursacht massive Umweltprobleme, sie trägt mit fast 20 Prozent zu den hohen Treibhaus-Emissionen bei, gefährdet mit Nitraten das Grundwasser, führt zu Monokulturen durch exzessiven Futtermittelanbau und ist mitverantwortlich für das Artensterben auf dem gesamten Planeten. Es sind diese bedrohlichen, bekannten, aber verdrängten Auswirkungen des Fleischkonsums, die der Film ins Bewusstsein rücken will. "The End of Meat" geht auch auf die Frage ein, wie ein Leben ganz ohne Fleischkonsum aussehen könnte.

Soul-Sänger als Schimmelreiter: Stefan Gwildis liest Theodor Storm

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Stefan Gwildis: "Der Schimmelreiter"

09.10.2017 22:45 Uhr

Erleben Sie Stefan Gwildis mit einem Live-Hörspiel von Theodor Storms "Schimmelreiter". Mit dieser Veranstaltung startet das Kulturjournal am 10. Oktober seine Lesereise in Cuxhaven. mehr

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Stefan Gwildis liest den Schimmelreiter

11.09.2017 22:45 Uhr

Die Legende vom Schimmelreiter hat es Stefan Gwildis angetan. Zum 200. Geburtstag Theodor Storms präsentiert er nun die berühmte Novelle als Hörbuch und Lesung. Video (04:43 min)

Schon als Kind lernte Stefan Gwildis den "Schimmelreiter" von Theodor Storm kennen, der Deichgraf Hauke Haien ist für ihn ein Typ, "der gegen den Strom schwimmt und sich nicht damit zufrieden gibt, was die Leute sagen". Die Geschichte vom Deichgrafen, der gegen alle Widerstände einen neuen und besseren Deich bauen will und am Ende doch scheitert, hat für ihn viele Anknüpfungspunkte zu Themen, die man auch in heutiger Zeit wichtig sind: Eigensinn erkennen, Engagement zeigen und Eitelkeiten zu durchschauen. Zum 200. Geburtstag des Husumer Schriftstellers Storm präsentiert Gwildis den Schimmelreiter nun als Lesung mit Musik - auf CD und live. Termine unter anderem: 17.9. Worpswede, 29.9. Schenefeld, 1.10. Hamburg, 2.10. Lübeck, 6.10. Heide. Und am 10. Oktober liest Gwildis in Cuxhaven zum Start der diesjährigen Kulturjournal-Reihe Der Norden liest.

Literarischer Überraschungserfolg: Die Hamburger Schriftstellerin Carmen Korn

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Der späte Ruhm für Carmen Korn

11.09.2017 22:45 Uhr

Seit fast 30 Jahren veröffentlicht Carmen Korn Romane, aber der große Erfolg blieb aus. Jetzt ist die Hamburger Autorin ganz oben auf den Bestseller-Listen, gleich mit zwei Büchern. Video (04:42 min)

Seit fast dreißig Jahren veröffentlicht Carmen Korn Romane, vor allem Krimis, aber der große Erfolg blieb lange aus. Erst jetzt ist die Hamburger Schriftstellerin ganz oben auf den Bestseller-Listen, gleich mit zwei Büchern: Es sind die ersten beiden Bände ihrer "Jahrhundert-Trilogie", in der sie von vier Frauen in Hamburg erzählt. Der erste Teil "Töchter einer neuen Zeit", schildert die Zeit von 1919 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Er erschien im letzten Jahr und ist jetzt als Taschenbuch auf Platz 1 der Bestseller-Liste. Im neuen Band "Zeiten des Aufbruchs" geht es um die Nachkriegszeit: Währungsreform, Mief der Fünfziger bis in die Umbrüche der Sechzigerjahre. Carmen Korn verwebt die große Weltgeschichte mit den Biografien ihrer Protagonistinnen, macht die historischen Ereignisse literarisch lebendig. Das Kulturjournal trifft Carmen Korn, spricht mit ihr über die Jahrhundert-Trilogie und den späten Erfolg als Schriftstellerin. Insgesamt wurden mittlerweile 250.000 Exemplare verkauft.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile