Kulturjournal

Katastrophe Bienensterben

Montag, 22. Mai 2017, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 26. Mai 2017, 01:55 bis 02:30 Uhr

Katastrophe Bienensterben - Maja Lundes Bestseller zu einem Menschheitsproblem

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Ein Weckruf gegen das Bienensterben

Bienenvölker sind weltweit in Gefahr. Die Schriftstellerin Maja Lunde erzählt im Roman "Die Geschichte der Bienen" die katastrophalen Folgen ihres Verschwindens - ein Bestseller. mehr

Sie gelten als fleißig und unermüdlich, einige fürchten sie, dabei sie sind unsere wichtigsten Hilfsarbeiter: Ohne Bienen müsste die Menschheit hungern. Wenn sie nicht die Blüten dieser Welt bestäuben, wächst nur noch ein Bruchteil unserer Nahrung. Doch es sterben immer mehr Bienenvölker als Folge von menschengemachter Umweltvergiftung, Monokultur und Schädlingsbefall. Diesem brisanten Thema widmet sich die Norwegerin Maja Lunde in ihrem Roman "Die Geschichte der Bienen". Über drei Zeitebenen erzählt sie von unserer Verbundenheit mit den emsigen Helfern, wie wir ihre Lebensgrundlagen zerstören und von den katastrophalen Folgen ihres Verschwindens für uns und unsere Kinder. Ein so aufrüttelndes wie wichtiges Buch für unsere Zukunft.

Tragische Geschichte eines Superstars - Ein Film über Whitney Houston

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Film zeigt Whitney Houstons Untergang

Sie sollte perfekt sein, doch Whitney Houston wollte raus aus diesem Korsett. Jahre nach ihrem Tod erzählt nun die Doku "Whitney - Can I Be Me?" von den Kämpfen des Superstars. mehr

"Can I be me?" - Kann ich ich sein? Das war vielleicht die wichtigste Frage für Whitney Houston auf dem Höhepunkt ihrer Karriere: Die schwarze Sängerin aus New Jersey war von ihrer Plattenfirma zum perfekten Popstar getrimmt worden. Ihre Musik sollte nicht "zu schwarz" klingen für das weiße Massenpublikum, ihre Herkunft komplett außen vor gelassen werden. Sie sollte eine Oberfläche sein, mit perfekter Stimme, perfekt produzierten Songs und perfektem Privatleben. Doch Whitney wollte raus aus diesem Korsett. Sie ging eine toxische Ehe mit dem R&B-Sänger Bobby Brown ein, nahm Drogen. Jahre nach ihrem Tod erzählt nun der Dokumentarfilm "Whitney - Can I be me?" von den Kämpfen und dem Untergang eines Superstars. Neu beleuchtet wird auch die Beziehung zu ihrer langjährigen Freundin und Assistentin Robyn Crawford, der Mensch, bei dem sie immer "ich sein" konnte.

Die Grenzen des Fortschritts - Eine Doku über genmanipulierte Pflanzen

Es war der Traum der perfekten Landwirtschaft: Man entwickelt Nutzpflanzen, die gegen ein Unkrautvernichtungsmittel resistent sind, das alle anderen Pflanzen tötet. Zum Beispiel "Roundup" mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat. Millionen Tonnen des Unkrautbekämpfungsmittels werden weltweit jährlich eingesetzt, dabei sind die gesundheitlichen Folgen für Menschen und Tiere unabsehbar. Die Böden werden langfristig mit dem Wirkstoff vergiftet, und es entstehen neue Unkräuter, die sich nicht mit Glyphosat bekämpfen lassen. Der Regisseur Bertram Verhaag, der sich schon in vielen Filmen kritisch mit der modernen Landwirtschaft beschäftigt hat, widmet sich in seinem Film "Code of Survival - Die Geschichte vom Ende der Gentechnik" den Gefahren durch "Roundup" und durch genmanipulierte Pflanzen. Als Kontrast stellt er drei Projekte aus Ägypten, Indien und Deutschland vor, in denen nachhaltige biologische Landwirtschaft betrieben wird.

Mein Großvater, der Maler - Im Museum mit Alexander Pechstein

Er war vier Jahre alt als er das erste Mal seinem Großvater im Atelier zuschaute, wie der Skizzen machte und malte. Alexander Pechstein aus Dobersdorf bei Kiel hat viele Erinnerungen an einen Maler, der heute zu den großen Vertretern des deutschen Expressionismus gilt: Max Pechstein (1881 - 1955), Mitglied der Künstlervereinigung "Brücke". Jetzt präsentiert das Bucerius Kunst Forum in Hamburg eine große Einzelschau. Sie zeigt, wie Pechsteins Stil sich mit seinen Aufenthaltsorten entwickelte: in Paris, Berlin und Dresden, Nidden auf der Kurischen Nehrung, Monterosso in Italien, Palau in der Südsee und in Ostpommern. Aber auch der Erste Weltkrieg und seine Südseereise prägten sein Werk. Enkel Alexander Pechstein führt Kulturjournal-Moderatorin Julia Westlake durch diese besondere Ausstellung und berichtet über Reisen und Werk des Malers.

Europäische Geschichte aus arabischer Sicht - Der ägyptische Künstler Wael Shawky

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Kreuzzüge als Puppentheater - Der Künstler Wael Shawky

Auf dem Hamburger Festival "Theater der Welt" erinnert der Künstler Wael Shawky an das Dunkle in unserer Geschichte und inszeniert die Kreuzzüge aus arabischer Sicht - als Puppentheater. mehr

Sein bekanntestes Werk kommt harmlos daher, als Puppentheater - und hat es in sich: In seinem Zyklus "Cabaret Crusades" (2010 - 2015) erzählt der ägyptische Künstler Wael Shawky mit Marionetten die Geschichte der Kreuzzüge aus arabischer Sicht, martialisch, als brutalen Kampf der Christen um wirtschaftliche und politische Interessen, während die arabischen Machthaber in ihre eigenen Machtintrigen verstrickt sind. Spätestens seit der Präsentation des ersten Teils dieser Trilogie auf der documenta 13 gilt Wael Shawky als der Star der arabischen Kunstwelt - seine Arbeiten waren unter anderem in Einzelausstellungen in London, New York, Doha und Berlin zu sehen. Jetzt wagt er sich im Rahmen des Festivals "Theater der Welt" an eine große Musiktheaterinstallation: "The Song of Roland: The Arabic Version". Darin bringt er eine der Märtyrergeschichten des christlichen Abendlandes im Kampf gegen die Sarazenen im Mittelalter auf die Bühne und führt seine Auseinandersetzung der europäischen Geschichte weiter. Das Kulturjournal trifft Wael Shawky bei den Vorbereitungen für die Inszenierung.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile