Kulturjournal

Montag, 08. August 2016, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 12. August 2016, 01:30 bis 02:00 Uhr

Ein Mann, viele Songs: Gustav Peter Wöhler auf Tour

Er singt schon lange - und gerne. Er covert - und das gekonnt. Und er lässt alle an dieser Leidenschaft teilhaben: der Schauspieler Gustav Peter Wöhler. Gemeinsam mit seiner Band geht er jetzt auf Tournee  - mit den erklärten Lieblingssongs aller Bandmitglieder (ab dem 14. August in Norddeutschland). Dabei ist der Titel "Shake a little" nach einem Song von Bonnie Raitt Programm: Das Publikum soll mit machen, den Alltag abschütteln und eine gute Zeit haben. Das Kulturjournal spricht mit Gustav Peter Wöhler über seine musikalischen Vorlieben, die absoluten Lieblingslieder und die Wiederbegegnung mit den alten Zeiten.

Die Angst vor Erdogans grenzenloser Macht

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Führt die türkische Krise zum Kulturkampf?

Nicht nur in der Türkei, auch in deutschen Großstädten wie Köln gingen Anhänger Erdogans auf die Straßen. Aber führt die Krise in der Türkei auch zum Kulturkampf in Deutschland? mehr

Zehntausende Erdogan-Anhänger demonstrierten am Sonntag in Köln für den türkischen Staatspräsidenten. Auch für die Werte, die er vertritt? Erdogans politisches Handeln hat autokratische Züge. Er veranlasst Massenverhaftungen, schaltet kritische Medien aus und erwägt die Einführung der Todesstrafe. Von Deutschland verlangt er die Auslieferung von Gülen-Anhängern und kritisiert mangelnde Solidarität. Sein Einfluss auf die hier lebenden Türken ist so groß wie nie: Im Netz werden Aufrufe zur Denunziation gestartet, Kulturschaffende hierzulande werden beschimpft und bedroht, wenn sie sich kritisch über Erdogan äußern. Warum aber werfen Hunderttausende in Deutschland lebende Türken die Werte einer liberalen Gesellschaft, in der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit herrscht, über Bord?

Große Jochen Hein-Ausstellung auf Föhr

"Da kann man stundenlang aufs Meer hinausschauen, das Meer schaut doch nie zurück.", sagt Jochen Hein. Er kennt es genau, er ist in Husum aufgewachsen. Niemand malt das Meer so wie er:  Wellen, Gischt, Wirbel und  Spiegelungen in seinen Bildern sehen aus wie Fotografie. Seine Bilder fesseln uns mit ihrer Genauigkeit. Ob er Landschaften im zarten Morgenlicht malt, Porträts von Menschen, Haare oder das leise Plätschern des Ozeans im Nebel. Das "Museum Kunst der Westküste" auf Föhr zeigt jetzt bis Januar 2017 eine große eindrucksvolle Werkschau Jochen Heins.

 

Jung und ziemlich rechts: Die "Identitäre Bewegung"

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"Grenzen hoch und Schotten dicht"

Die "Identitäre Bewegung" sieht sich als "freie, patriotische Kraft", ist gegen Flüchtlinge, Zuwanderung, Islamisierung. Und sie wird immer aktiver, auch in Norddeutschland. mehr

Sie bezeichnen sich als "freie, patriotische Kraft", propagieren Heimatliebe und sorgen sich um den Erhalt der eigenen Kultur. Die "Identitäre Bewegung" ist eine Jugendbewegung, die aus Frankreich stammt, inzwischen aber auch in Norddeutschland immer aktiver wird. Mit coolen Videos, schicken Facebookseiten und originellen Aktionen wollen sie gezielt junge Menschen ansprechen und für ihre vermeintlich harmlose Gesinnung gewinnen: Gegen Flüchtlinge, gegen "Massenzuwanderung", gegen "Islamisierung". Sie selbst behaupten, keine Neonazis oder Rassisten zu sein, aber in Niedersachsen und einigen anderen Bundesländern werden sie bereits vom Verfassungsschutz beobachtet. Das Kulturjournal über eine spezielle Gruppierung - weit rechts von der Mitte.

Viel Soul und mehr: Der Sänger Michael Kiwanuka

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Eine Stimme wie eine soulige Liebesnacht

Vier Jahre hat es gedauert, bis Michael Kiwanuka sein zweites Album veröffentlicht hat. Und unsere Autorin Maryam Bondekar findet, dass das Warten sich gelohnt hat. mehr

Er redet lieber weniger, als zu viel. Ausdrücken tut er sich ohnehin in der Musik - und wie! Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Michael Kiwanuka ein herausragender Musiker ist, Songschreiber, Gitarrist und Sänger. Mit seinem ersten Album war er vor ein paar Jahren die große Soul-Entdeckung - jetzt legt er mit seinem zweiten Album "Love & Hate" (Universal) nach. Und das ist nur auf den ersten Blick wieder ein Soul-Album. Tatsächlich mixt er dabei viele Stile, gekonnt und überzeugend. Jetzt tritt Kiwanuka beim "A Summer's Tale" in Luhmühlen auf (10. August). Das Kulturjournal hat ihn vorab getroffen und sich mit ihm in Berlin auf die Suche nach seinen musikalischen Vorbildern gemacht.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Heike Ernst
Moderation
Julia Westlake