Kulturjournal

Arktis-Bilder von Sebastian Copeland

Montag, 07. März 2016, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 11. März 2016, 01:45 bis 02:30 Uhr

Fotograf und Umweltaktivist - Die Arktis-Bilder von Sebastian Copeland

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Einmalige Bilder aus dem (nicht mehr) ewigen Eis

Fotograf und Umweltaktivist Sebastian Copeland setzt mit seinem Bildband "Arctica" dem Nordpol ein eindrückliches Denkmal. Seine eisige Welt wird es so nicht mehr lange geben. mehr

Seine Fotos sehen oft aus wie gewaltige Skulpturen, sind von atemberaubender Schönheit. Aber das, was sie zeigen, ist bedroht und vergänglich: Sebastian Copeland fotografiert die Eisberge in der Arktis, denn er will uns aufrütteln, für ihn entscheidet sich das Schicksal der Menschen hoch im Norden. Sollten die Eisberge weiter schmelzen, wird der Klimawandel unerbittlich fortschreiten. Angefangen hat Copeland als Promi-Fotograf in Hollywood, doch dann wollte er etwas Sinnvolleres machen, sich für die Umwelt engagieren. Seit 25 Jahren ist er Klimaaktivist, seit zehn Jahren im Vorstand der Organisation "Global Green". Sein aktuelles Fotobuch "Arctica - The Vanishing North" zeigt die Einzigartigkeit dieser bedrohten Naturlandschaft, in diesem Winter war es in der Arktis so warm wie nie zuvor.

Rechter Terror in Güstrow - Ein alternativer Band-Wettbewerb und die Folgen

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"Nazis den Marsch blasen"

Mit Musik und Spaß wollen linke Gruppen verhindern, dass die NPD im Herbst wieder in den Landtag in MV einzieht. Die Rechten machten vor dem Auftaktkonzert in Güstrow mobil. mehr

Die Stadt und der Terror: "Volksverräter"-Schmierereien, gesprengte Briefkästen, zerstörte Plakate - alles wegen des Musikwettbewerbs "Nazis den Marsch blasen". Der soll am 5. März seinen Auftakt in Güstrow haben und eigentlich ein Zeichen setzen gegen Fremdenhass und Gewalt. Mitorganisator und SPD-Stadtrat Philipp da Cunha musste am eigenen Leib erfahren, wie die rechte Szene auf so etwas reagiert. Wie es auch schon die Landtagsabgeordnete Karen Larisch vor ihm erfuhr, weil sie sich für Flüchtlinge und kulturelles Miteinander einsetzt: Buttersäure-Anschläge und Telefonterror. Hassbotschaften im Internet und Hakenkreuzschmierereien sowieso. Von direkten körperlichen Bedrohungen ganz zu schweigen, auch gegen ihre Tochter. In Güstrow terrorisieren Rechte schon lange Andersdenkende, erzeugen ein Klima der Angst. Das Kulturjournal spricht mit den Betroffenen und besucht das Auftaktkonzert des Musik-Wettbewerbs.

Faszinierendes Endzeitszenario - Nis-Momme Stockmanns Roman "Der Fuchs"

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NDR Buch des Monats: "Der Fuchs"

Nis-Momme Stockmann entwirft in seinem Roman "Der Fuchs" apokalyptische Szenarien biblischen Ausmaßes. Seine skurrile Geschichte ist eine Zumutung für den Leser und dennoch lohnenswert. mehr

Die große Flut ist gekommen, die Hauptfigur Finn steht mit Freunden auf einem Dach in der norddeutschen Kleinstadt Thule und sieht die Welt untergehen. In Rückblenden erinnert er sich an seine schwierige Jugend und an seine beste Freundin. Sie hatte diese Flut einst vorhergesehen, hatte behauptet, dass es eine riesige Verschwörung gegen die Welt gebe und den Jungen mit ihren Gedanken und Phantasien angesteckt. Schließlich ist sie in eine psychiatrische Klinik gekommen. Ausgehend von diesem Endzeitszenario schreibt der aus Norddeutschland stammende Schriftsteller Nis-Momme Stockmann mit "Der Fuchs" einen überbordenden, fantastischen und faszinierenden Roman. Er überkreuzt in seinem 700-Seiten-Buch verschiedene Handlungs- und Realitätsebenen: Es geht um Zeitreisen, um verschiedene Gottheiten, um den Kampf zwischen Gut und Böse. Es geht um geheimnisvolle Symbole, mysteriöse Morde und um die Frage, wer am Ende auf wessen Seite steht. "Der Fuchs" ist nominiert für den Buchpreis der Leipziger Buchmesse.

Barocke Pracht neu aufpoliert - Wiedereröffnung von Schloss Ludwigslust

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Ludwigslust feiert Tag des Schlosses

Nach rund fünfjähriger Sanierung öffnete der Ostflügel des Schlosses erstmals seine Türen für das Publikum. Tausende Besucher nutzten die Chance auf eine kostenlose Führung. mehr

So schön war Schloss Ludwigslust wahrscheinlich nie: Wenn am 6. März der Bau nach jahrelanger Renovierung des Ostflügels wieder seine Pforten öffnet, erstrahlen dort nicht nur die frisch polierten Fußböden mit Intarsien, kostbaren Wandbespannungen und Tapeten im neuen Glanz. Vielmehr sind dort dann auch Tiergemälde des französischen Jagdmalers Jean-Baptiste Oudry und andere Kunstwerke aus der Sammlung der Mecklenburger Herzöge zu sehen. Der Besucher soll sich so herrschaftlich fühlen wie seine einstigen Bewohner. Das Kulturjournal hat sich auf einen Rundgang begeben und spürt der barocken Pracht nach, die jetzt ganz im Heute angekommen ist.

So inszeniert sich Nordkorea - Die beklemmende Doku "Im Strahl der Sonne"

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Ein Film entlarvt Nordkoreas Propaganda-Maschine

Regisseur Vitaly Mansky hat über Wochen eine Achtjährige in Nordkorea begleitet - unter behördlicher Aufsicht. Sein Film entlarvt wunderbar die Inszenierungsversuche des Regimes. mehr

Es sollte ein schöner Dokumentarfilm über eine Familie in Nordkorea werden, ein Film, der zeigt, wie gut es den Menschen dort geht. Das zumindest müssen die zuständigen Behörden in Pjöngjang gehofft haben, als sie dem russischen Regisseur  Vitaly Mansky die Drehgenehmigung für seinen Film "Im Strahl der Sonne" gaben. Über mehrere Wochen durfte er den Alltag eines achtjährigen Mädchens begleiten. Die behördlichen Aufpasser lieferten dazu das Script, sie suchten Drehorte und Protagonisten aus und überwachten die Aufnahmen. Doch der Regisseur trickste die Kontrolleure aus, indem er die Kamera auch drehen ließ, wenn sie ihre Instruktionen gaben. Diese Momente kombiniert er mit den offiziell erlaubten Bildern. Und so wurde es kein schöner, sondern ein beklemmender und faszinierender Film über Nordkorea: "Im Strahl der Sonne" entlarvt auf einmalige Weise, wie sich das Land  selbst inszeniert (Kinostart: 10.3.).

Wahr.Schön.Gut - Scharfzüngig durch die Kulturwoche

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Besonders für Kunstkritiker. Mit was man sich da alles beschäftigen muss! Auch in dieser Woche kämpft sich der allseits geliebte und gefürchtete Dr. August Mömpel exklusiv für das Kulturjournal durch die Kulturereignisse der Woche: Wahr. Schön. Gut. Da kriegen wieder einige ihr Fett weg.

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Wahr. Schön. Gut. - Wer ist August Mömpel?

Der gefürchtete Kulturkritiker, Kulturpapst und Kulturbeutelbesitzer, Dr. August Mömpel, kommentiert das Geschehen der Woche: bissig, scharfzüngig und immer qualmend. mehr

Extra im Netz

Pekings Pop-Ikone kommt nach Hamburg

Düstere Synthie-Sounds sind das Markenzeichen der Chinesin und ihrer Band Nova Heart. Mit ihrem englischsprachigen Indie-Pop sind sie jetzt auf Tournee - am 9. März in Hamburg. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Heike Ernst
Moderation
Julia Westlake