Sendedatum: 23.09.2017 19:30 Uhr

Serie: Ich war noch niemals in ... Bramfeld

von Manuel Daubenberger

In Bramfeld war Annika Hollerbach noch nie. Frank Ostendorf führt sie durch seinen Stadtteil. Ob der 21-jährigen Studentin aus der Sternschanze das eher dörfliche Bramfeld gefällt? Auf dem Bramfelder Wochenmarkt testen Annika Hollerbach und ihr Stadtteilführer Frank Ostendorf Äpfel. Und bereits diese erste Station der Stadtführung führt zu Uneinigkeit. Und zwar darüber, wie ein guter Apfel schmecken muss. Sie bevorzugt säuerlich, er mag süße Äpfel lieber.

Annika Hollerbach und Frank Ostendorf unterwegs in Bramfeld © NDR

"Ich war noch niemals in... Bramfeld"

Hamburg Journal -

Annika Hollerbach wohnt in der Schanze. In Bramfeld war sie noch nie, aber sie möchte den Stadtteil gerne kennenlernen. Frank Ostendorf ist Bramfelder und der Stadtteilführer der 21-Jährigen.

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Ein Dorf in der Stadt

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Frank Ostendorf liebt vor allem das natürliche und ursprüngliche an Bramfeld.

Doch das bleibt die einzige Unstimmigkeit des Tages. Der Hausverwalter Frank Ostendorf erklärt der jungen Studentin, warum er sich vor sechs Jahren bewusst für Bramfeld entschieden hat: "Bramfeld ist wahnsinnig grün, sehr ursprünglich und trotzdem gut angebunden. Wenn ich etwas erleben möchte, fahre ich rein in die Stadt."

"Früher war das einmal der Garten Hamburgs"

Die beiden kaufen eine Chrysantheme für die zweite Station der Stadtteilführung. Frank Ostendorfs Kleingarten, der liegt auch mitten in Bramfeld. In seinem Teich schwimmt sogar eine seltene Lurch-Art. Dass Bramfeld noch so grün ist, hat historische Gründe, erklärt der 51-Jährige: "Bramfeld war mal der vorgelagerte Garten der Hamburger. Da sie selber keine Fläche hatten, sind sie rausgegangen. Hier gab es viel Landwirtschaft, Gärtnereien und eben Hamburger, die hier ihre Gärten gemacht haben." Nachdem die beiden die Chrysantheme direkt am Teich eingepflanzt und die frischen Tomaten aus dem Gewächshaus probiert haben, ist es schon wieder Zeit für die dritte Station des Tages.

Ein Restaurant als Wohnzimmer

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Nicht nur das Restaurant "Home sweet homer" ist Frank Ostendorfs Heimat, auch der Stadtteil ist es.

Das Restaurant "Home, sweet home" liegt Frank Ostendorf besonders am Herzen. Die beiden Betreiber Uwe und Anja Meier haben Frank Ostendorf sehr unterstützt, als bei seinem Partner, nach einem Infarkt, eine schwere Behinderung diagnostiziert wurde. Nach den langen Tagen am Krankenhausbett haben sie oftmals für ihn gekocht. Auch das macht Bramfeld für Frank Ostendorf so besonders: Die Bewohner passen aufeinander auf und unterstützen sich. Heute überzeugt er Annika Hollerbach davon, unbedingt das Rumpsteak mit den hausgemachten Bratkartoffeln aus der offenen Küche zu probieren.

Nach sieben Stunden Stadtteilführung ist es Zeit für ihr Fazit: "Es ist natürlich ein starker Kontrast, wenn man aus der Schanze hierher fährt, es doch eher etwas ländlicher geprägt ist. Und ich war überrascht, wie schnell das geht, wenn man aus Hamburg rausfährt. Es hat mir aber sehr gut gefallen."

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Dieses Thema im Programm:

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