Stand: 16.06.2017 15:49 Uhr

Die Wächter über das Hamburger Trinkwasser

Die meisten Hamburger werden, wenn sie an Rothenburgsort denken, vermutlich zwei Dinge vor Augen haben: Lagerhallen und Industrie. Aber zwischen Bille und Billwerder Bucht leben auch fast 10.000 Menschen, verteilt auf 517 Wohngebäude. 20 Prozent der Wohnungen hier sind Sozialwohnungen, und das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt mit 18.976 Euro deutlich unter dem Hamburger Schnitt (35.567 Euro). Und dennoch hat Rothenburgsort viele Besonderheiten, die den Stadtteil entdeckenswert machen.

Ein Mann füllt in einer Halle Wasser ab © NDR

Nächster Halt Hamburg: Hamburg Wasser

Hamburg Journal -

Damit in Hamburg genug sauberes Trinkwasser aus den Hähnen fließt, gibt es am Billhorner Deich in Rothenburgsort in der Zentrale von Hamburg Wasser einiges zu tun.

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Den Elbpark Entwerder zum Beispiel mit dem hippen Café Entenwerder 1. Wer nicht auf Fair-Trade-Limo und selbstgemachtes Gurkeneis steht, findet vielleicht eher in einer der südeuropäischen Bäckereien am Vierländer Damm etwas für sein leibliches Wohl. Ein prägendes Element von Rothenburgsort ist Wasser. So findet sich am südlichen Rand des Stadtteils die Elbinsel Kaltehofe samt Museum Wasserkunst Kaltehofe. Hier kann man auf den historischen Spuren der Wasserversorgung der Hansestadt wandeln. Man kann hier Führungen machen und sogar Feste feiern. Gerade in den Sommerferien nehmen viele Hamburger Schülerinnen und Schüler am Ferienprogramm teil. Kaltehofe zeigt, wie es damals funktionierte, eine wachsende Stadt mit sauberem Wasser zu versorgen und dreckiges aufzuarbeiten.

Das Trinkwasser für Tausende Hamburger im Blick

Einige Hundert Meter weiter Richtung City liegt heute die Zentrale von Hamburg Wasser. Einer der 2.100 Mitarbeiter ist Hendrik Nevole. Der Maschinist arbeitet in der Trinkwasserleitwarte. Hier ist er für den Druck, die Chlorkonzentration und die Wasserverteilung im kompletten Innenstadtbereich verantwortlich. Am Anfang war das eine besondere Herausforderung: "Das war schon ungewohnt damals. Zu wissen, dass man für so viele Menschen verantwortlich ist. Definitiv. Aber mittlerweile hat man sich daran gewöhnt. Das ist ja schließlich ein Job, wie jeder andere auch."

Mit Feuer gegen Keime im Wasser

Damit Keime das Trinkwasser nicht zu einer Gefährdung für die Gesundheit machen, muss Hendrik Nevole mehrmals in seiner Schicht in das Pumpenhaus gehen und Wasserproben entnehmen. Dabei achtet er besonders auch auf die Keimfreiheit des Abfüllhahns und der Laborfläschchen. Den Hahn zum Beispiel desinfiziert er vor jedem Abfüllen mit einem Bunsenbrenner. Danach müssen die Proben schnell ins Labor. Dort werden sie in einem speziellen Raum auf einen Nährboden gegeben und dann zwei Tage unter eine Wärmelampe gelegt. So wird gewährleistet, dass das Hamburger Trinkwasser auch in Zukunft die Qualität von heute hat.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 23.06.2017 | 19:30 Uhr