gärtnern natürlich

Hausbesuch vom Pflanzenarzt

Sonntag, 06. März 2016, 13:30 bis 14:00 Uhr

Pflanzenarzt Rene Wadas im Garten. © NDR/MfG-Film/Christina Voges, honorarfrei

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Das TV-Magazin gärtnern natürlich gibt auch in der zweiten Staffel auf innovative, informative und unterhaltsame Weise Einblicke und Orientierung in die grenzenlose, vielfältige und komplexe Welt der Gärten und der Natur.

NDR Moderatorin Laura Lange präsentiert die Hausbesuche des Pflanzenarztes Rene Wadas bei norddeutschen Gartenbesitzern. Der Fachmann zeigt seine Lösungen für Probleme, bei denen die Hobbygärtner ratlos sind. Rene Wadas empfiehlt biologische Mittel, wo andere die Giftspritze gegen Schädlinge ansetzen würden: Milch gegen Mehltau, Rainfarn gegen Läuse oder Niemöl gegen Gemüsefliegen.

Alle Tipps in Kürze

  • Ein Beet richtig anlegen

    Bereiten Sie die Fläche für das künftige Beet vor, indem Sie eventuell vorhandene Unkräuter wie zum Beispiel Quecke oder Giersch entfernen. Bei sehr leichtem, sandigem Boden sollte zusätzlich Kompost oder Pflanzenerde eingearbeitet werden. Soll das Beet vor einer Hauswand liegen, achten Sie auf einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern.

  • Für ein schönes Staudenbeet ist die richtige Auswahl der Stauden wichtig. Man sollte wissen, ob das zu bepflanzende Beet eher sonnig oder schattig liegt. Die Informationen auf den Pflanzetiketten der Stauden geben Auskunft über Standort, Pflege und Größe der jeweiligen Pflanze. Pflanzen Sie möglichst Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten.

  • Zum Einsetzen die Pflanzen vorsichtig aus dem Topf lösen. Mit dem Spaten oder einer Pflanzschaufel ein Loch im Beet ausheben. Die Stauden nicht tiefer pflanzen, als sie im Topf standen. Nach dem Einpflanzen am besten einen organischen Dünger um die Stauden streuen, gut angießen und das Beet mit feinem Mulch abdecken: die Erde bleibt feucht und Unkraut wird unterdrückt.

  • Mineralische Dünger können nach etwa sechs Wochen direkt um die Pflanzstelle gestreut werden, jeweils im Frühjahr sollten die Pflanzen mit organischem Dünger gestärkt werden. Stauden können das gesamte Jahr über angepflanzt werden. Es muss nur immer ausreichend bewässert werden.

  • Schneiden Sie die meisten Stauden noch nicht im Herbst zurück, sondern erst im Frühjahr. So dient das abgestorbene Pflanzenmaterial über den Winter noch als natürlicher Winterschutz. Einige Stauden bringen jedoch eine zweite Blüte, wenn sie nach der ersten Blüte zurückgeschnitten werden. Zum Beispiel Feinstrahlaster, Flammenblume, Flockenblume (ganze Pflanze), Frauenmantel (ganze Pflanze), Indianernessel (ganze Pflanze), Katzenminze, Kokardenblume, Kugeldistel, Margeriten, Prachtscharte, Rittersporn (ganze Pflanze), Salbei, Scabiose, Schafgarbe, Schleierkraut.

  • Schmetterlingsstauden sind Sommerflieder, Sonnenhut, Fetthenne, Phlox und Schopflavendel. Nehmen Sie möglichst Pflanzen mit ungefüllten Blüten. Die Insekten kommen so besser an den Nektar heran.

  • Efeutee gegen Spinnmilben

    Gießen Sie 175 Gramm Efeu mit einem Liter kochenden Wassers auf. Lassen Sie die Blätter eine halbe Stunde lang ziehen und verdünnen Sie eventuell weiter, je nachdem, wie stark die Pflanze befallen ist. Der Tee ist 14 Tage lang haltbar und reicht für 3 bis 4 Anwendungen.

  • Eine Holzterrasse selber bauen

    Graben Sie auf einer abgesteckten Fläche das Erdreich 20 Zentimeter tief aus. Legen Sie die Fläche mit wasserdurchlässiger Bändchengewebeplane aus. Sie verhindert Staunässe und den Wuchs von Unkraut. Darauf kommt dann eine 15 Zentimeter starke Kies-Schicht. Für die Unterkonstruktion der Terrasse werden Lagerhölzer im Abstand von 40 Zentimetern auf das Kiesbett gelegt. Die Wasserwaage zeigt mögliche Unebenheiten an, die mit einem Gummihammer ausgeglichen werden können.

  • Sägen Sie die Terrassenbretter auf die gewünschte Länge, geeignetes Holz ist die sibirische Lärche. Mit speziellen Edelstahlschrauben (VA Edelstahlschrauben mit 6 Zentimetern Länge sind ideal) werden die Bretter nun auf die Unterkonstruktion fest geschraubt. Damit das Holz arbeiten kann, muss ein zollstockbreiter Abstand zwischen den Brettern bleiben.

  • Schwarzer Holunder

    Der Schwarze Holunder ist relativ anspruchslos und wächst nahezu überall. Wenn die Pflanze nach dem Umpflanzen krank aussieht, wurden beim Umpflanzen die Wurzeln beschädigt. Helfen kann dann eine Bewurzelungshilfe, ein Mittel, das im Gartenfachhandel erhältlich ist.

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Dabei blüht und gedeiht längst nicht immer alles so, wie es die vielen Gartenmärkte und Fachzeitschriften abbilden. Stattdessen sind Obstbäume von Läusen befallen, Rosenblätter entweder rostbraun vertrocknet oder von einer mehlig weißen Schicht überzogen. Pflanzenarzt Rene Wadas findet in seiner grünen Arzttasche fast immer eine biologische und naturnahe Lösung, ganz ohne Chemie, wenn Schädlinge, Ungeziefer und Krankheiten dem Gartenbesitzer zu schaffen machen. Aber auch die richtige Bodenbeschaffenheit, der Lichteinfall oder das Pflanzenarrangement spielen für die Gesundheit der Pflanzen eine wichtige Rolle.

Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen. (Erstausstrahlung: 05.09.2015)

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Redaktionsleiter/in
Marlis Fertmann
Redaktion
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Produktionsleiter/in
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