extra 3
Christian Ehring zeigt den Irrsinn der Woche, immer bissig, frech und witzig. Extra 3 - die einzige Satiresendung.
Zur SendungsseiteWir zitieren eine dpa Meldung vom 21.01.2010:
"Berlin (dpa) - Eine gefälschte Einladung zu einem angeblichen Presseauftritt von Liberalen-Chef Guido Westerwelle zur «Spendenpraxis der FDP» hat in Berlin Wirbel ausgelöst. Die - wie sich später herausstellte - Aktion des NDR-TV-Satiremagazins «Extra 3» sorgte am Donnerstag für Verärgerung bei Hauptstadt-Medien und dem Betreiber des Veranstaltungsorts.
Auch die FDP reagierte sauer. In Berliner Redaktionen war am Vormittag ein Fax auf dem Vordruck der FDP-Bundestagsfraktion eingetroffen, mit dem die FDP zu einer kurzfristig angesetzten Erklärung Westerwelles in einem Hotel einlud. Zahlreiche TV-Teams und andere Medien-Vertreter erschienen daraufhin zu dem Termin. Er stellte sich als eine Inszenierung heraus, um die Spendenpraxis der FDP aufs Korn zu nehmen.
Einige der von den NDR-Kollegen so hinters Licht geführten Presseleute reagierten heftig erbost. Tenor der Kritik: Die unter hohem Zeitdruck arbeitenden Redakteure würden durch gefälschten Mitteilungen in ihrem eigentlichen Auftrag einer seriösen Berichterstattung behindert. Das Tagungshotel, das ebenfalls getäuscht worden war, prüft rechtliche Schritte. «Wir sind ein großes Veranstalterhotel, wir können nicht den Hintergrund von jedem Mieter nachprüfen», sagte ein Sprecher.
Der NDR selbst sieht das Ganze als von der Pressefreiheit gedeckte Satire-Aktion. «Extra 3 hat ein hochaktuelles, brisantes Thema, nämlich die Spendenpraxis in diesem Land, aufgegriffen und zugespitzt. Das ist die Aufgabe von politischer Satire», sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. «Wenn das eine Spaßaktion sein sollte, dann fällt das auf den Veranstalter zurück», sagte FDP-Sprecher Wulf Oehme später."
dpa 211626 Jan 10
"Wie Sie alle wissen, gab es in den vergangen Tagen Verwirrungen über einen eventuellen Zusammenhang zwischen der Parteispende eines Hoteliers und der von uns durchgesetzten Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen. Diese Diskussion hat uns überrascht. Denn: Selbstverständlich gibt es diesen Zusammenhang. Wer in Deutschland 1,1 Millionen Euro an die FDP spendet, der kann von uns Liberalen auch ein gewisses Entgegenkommen erwarten.
Und wer uns in diesen Tagen dafür angreift, der hat unser Parteiprogramm nicht verstanden. Denn unser Verhalten ist nur konsequent: Auch bei der FDP herrschen die Gesetze der freien Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage regeln auch bei uns den Preis. Und somit die Gesetze.
Viele sagen nun, wir seien 'käuflich'. Wir sagen: Wir sind nur 'fair'. Leistung muss sich wieder lohnen. Es ist Zeit für ein modernes Politikverständnis im Sinne der Leistungsgerechtigkeit. Denn: Wer bereit ist, viel zu geben, der sollte auch mehr bekommen als der, der nichts gibt. Wer uns in diesem Land jetzt 'Klientelpartei' nennt, dem rufe ich zu: 'Ja, wir sind eine Klientelpartei'"
Und hier ein Artikel der Kollegen von stern.de über die ganze Aktion: "Ja, wir sind eine Klientelpartei!"
Das Medienporta Meedia über die Kollgen von der FAZ, die sich über "bizarren Aufwand" ärgern.
Das Hamburger Abendblatt über den Wirbel.
NACHTRAG: Skandal: Unsere gefälschte Pressemeldung wird gefälscht! mehr im Blog.