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Die Kalahari in Botswana zählt zu den trockensten Wüsten der Erde. Trotzdem geschieht jedes Jahr genau hier ein Wunder. Der Regen, der weit entfernt im Hochland von Angola während des Frühlings fällt, bringt der Kalahari Wochen später im Okawangodelta eine Zeit der Üppigkeit. Die Wassermassen des Flusses Okawango ergießen sich nicht ins Meer, sondern fließen in die Wüste. Lagunen, Flussläufe und Sümpfe entstehen in diesem Delta. Tausende Quadratkilometer Land sind dann überflutet.
Millionen Tieren geben sie dann die Möglichkeit, ein Leben in der Trockenheit zu überstehen. Sie können davon ausgehen, dass einmal im Jahr das große Wasser kommt. Elefanten richten ihre Wanderwege darauf ein, Löwen harren aus. Vögel orientieren sich in ihren Flügen danach. Selbst Fische schaffen es, vergraben unter dicken Schlammschichten, um später wieder zu neuem Leben zu erwachen. Auch bei diesen Filmaufnahmen wurde deutlich: die Natur verändert sich. Ereignisse, die mehr oder weniger jahrzehnte- bzw. jahrhundertelang einem gleichen Muster folgten, verschieben sich, präsentieren sich in einem anderen Verlauf. Die Klimaveränderung zeigt sich auch hier.