Expeditionen ins Tierreich

Wildes Südostasien - Im Reich der Flugdrachen

Mittwoch, 21. Juni 2017, 20:15 bis 21:00 Uhr
Donnerstag, 22. Juni 2017, 14:15 bis 15:00 Uhr

Die unbändige Kraft der tropischen Sonne herrscht über die Inseln Südostasiens wie keine andere. Sie sorgt dafür, dass Schlangen fliegen, Affen singen und manche Bäume in den Himmel wachsen und macht andere Kreaturen zu Killern. In den Urwäldern Südostasiens ist die Sonne die treibende Kraft hinter der größten biologischen Vielfalt auf der Erde.

Die vielfältige Natur Südostasiens

Leben in den Baumwipfeln

Wenn die Sonne über der Inselwelt Südostasiens aufgeht, wird sie von den Gesängen der Gibbons begleitet. Deren Reich sind die Wipfel der teils 100 Meter hohen Urwaldriesen. Fast spielerisch springen sie von Ast zu Ast. Auch andere Tiere mussten sich eine Lösung einfallen lassen, um von einem Baum zum nächsten zu kommen. So haben hier Schlangen und Echsen das Fliegen gelernt, sie gleiten zwischen Wipfeln hin und her. Ohne die Kraft der Sonne wären die dichten Dschungel Südostasiens undenkbar.

Die Macht des Mondes

Es gibt aber noch eine andere Macht, die die Tierwelt hier beeinflusst: den Mond. Vom größten Fisch der Welt bis zu den winzigsten knallbunten Krebsen zieht er an den Küsten Südostasiens unzählige Lebewesen in seinen Bann. Wenn die Gezeiten wirken, winken die Krabben, flüchten Fische vor dem Wasser oder schlüpfen in das Innere von Bäumen. Enorme Wasserbewegungen versorgen die prächtigsten Korallenriffe der Welt mit Plankton und damit die Walhaie und Mantarochen. Die Kraft des Erdtrabanten und Millionen Jahre Evolution haben fantastische Welten erschaffen.

Im Rhythmus der Gezeiten

In Südostasien befinden sich die größten Mangrovengebiete der Welt mit der größten Artenvielfalt von Bäumen. Nasenaffen zählen zu den wenigen Tieren, die die harten Blätter der Mangroven verdauen können. Sie besitzen spezielle Enzyme, die das schwer verdauliche Grünfutter verarbeiten können. Aber eigentlich haben es die Nasenbären auf die Hibiskusblüten am Ufer abgesehen, an die sie aber nur bei Ebbe herankommen.

Die Mangroven und Wattgebiete der Gezeitenzone verbergen viele merkwürdige Kreaturen. Schlammspringer tun etwas, das paradox ist für Fische: Sie flüchten vor der ankommenden Flut. Jenseits der Wattgebiete erstrecken sich die Korallenriffe im flachen Meer. Auch sie sind den Rhythmen der Gezeiten unterworfen, da Ebbe und Flut Nährstoffe im Meer verteilen. Es gibt mehr Fischarten in den Riffen vor einer einzigen südostasiatischen Insel als im gesamten Nordatlantik. Dank Sonne und Mond zählt Südostasiens Natur zu der vielfältigsten der Erde.

Redaktionsleiter/in
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Regie
Paul Reddish
Autor/in
Paul Reddish
Producer
Paul Reddish
Herstellungsleitung
Thomas Harnisch