Ungarn

Wildnis zwischen Donau und Theiß

Dienstag, 04. April 2017, 14:15 bis 15:00 Uhr

Ungarn ist bekannt für Gulasch, Paprika und wilde Reiter. Das Land ist kaum größer als Österreich. Mensch und Tier leben hier auf engstem Raum beisammen. Was jedoch kaum jemand weiß: In Ungarn hat sich vielerorts die Natur ihre Ursprünglichkeit bewahrt.

Geprägt wird Ungarn von den großen Flüssen Donau und Theiß und von der Puszta, der weiten ungarischen Grassteppe. Regelmäßig im Jahr kommt es zu Überschwemmungen, dann wird die Puszta für Wildgänse und rastende Kraniche zum Paradies. In den Auwäldern, die die Flüsse säumen, stellen Fischer ihre Reusen und hoffen auf einen reichen Fang von Wels, Hecht, Brachse und Karpfen.

In der einmaligen Kulturlandschaft fühlen sich Seeadler und Fischotter wohl. Die Gewässer bieten so viel Nahrung und Schutz, dass in Ungarn über 10.000 Fischotter leben, mehr als irgendwo sonst in Europa.

Ungarns ursprüngliche Natur

Heimatland von Raurindern und Seeadler

Filmemacher Zoltán Török wirft in diesem Film einen Blick auf sein Heimatland. Er begleitet Hirten, die bis heute in traditionellen Trachten Graurinder hüten, zeigt Seeadler bei der Aufzucht ihrer Jungen und folgt Rapfen, mit Karpfen verwandte Fische, vom Plattensee bis in ihre Laichgebiete.

Im Sommer ist der Balz-Flug der Eintagsfliegen ein besonderes Schauspiel. Für wenige Stunden im Jahr schlüpfen die filigranen Insekten und tanzen elfengleich im Sonnenlicht, gejagt von Uferschwalben, die zu Hunderten in der Steilwand an der Theiß brüten.

Die Natur ist Immer im Wandel

Ungarns Wildnis durchläuft einen permanenten Wandel. Die Lebewesen, die sich daran anpassen, haben ein Paradies gefunden. In der Puszta oder am Balaton (Plattensee), an der Donau oder an der Theiß: Der Film begleitet in wunderschönen Aufnahmen Fischotter und Seeadler, Kraniche und Rotwild und zeigt, wie sich die Natur Ungarns bis heute vielerorts ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Redaktion
Wolf Lengwenus
Heide Thieme
Produktionsleiter/in
Wolfgang Kramer
Autor/in
Zoltán Török
Regie
Zoltán Török