Mein Deutschland

Flüchtlinge zeigen ihr neues Leben

Freitag, 12. Februar 2016, 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 13. Februar 2016, 08:30 bis 09:00 Uhr

Von Hamburg hat Mamdouh (rechts) bisher wenig gesehen. Das Geld, was er aus Syrien mitgebrachte, ist fast aufgebraucht. Ein versprochenes Taschengeld zahlt die Stadt Hamburg seit Monaten nicht aus – wegen Überlastung. © NDR/Gesa Berg, honorarfrei

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Vor ein paar Monaten kamen Mamdouh, Ali und Omar nach Deutschland. Sie haben in den vergangenen Jahren die Schrecken eines Krieges erlebt und eine gefährliche Flucht hinter sich. Die drei jungen Männer aus Damaskus sind erleichtert, mit dem Leben davongekommen zu sein.

Doch was ist das jetzt für ein Leben, das sie hier in Hamburg führen? Anfangs sagte man ihnen, sie würden nur einige Tage in der Tennishalle nächtigen, in der sie untergebracht waren. Doch aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen wurden Monate.

Service

Moin Moin und herzlich willkommen!

Sie sind neu im Norden und haben viele Fragen? Von Ansprechpartnern über Nachrichtensendungen bis zu Kinderfernsehen: Der NDR hat wichtige Informationen für Flüchtlinge zusammengestellt. mehr

Das Leben besteht aus Warten

Keine Privatsphäre, immerzu laute Geräusche, lange Schlangen an der Essensausgabe und den Sanitäranlagen, selbst an den Handyladestationen - mit 500 Menschen auf engstem Raum zu wohnen, zerrt an den Nerven. Die drei jungen Syrer verbringen ihre Tage mit Nichtstun. Noch haben sie nicht die richtigen Papiere, um arbeiten zu können oder in einer Sprachschule Deutsch zu lernen. Ihr Leben besteht nur aus einem: Warten.

Auch Nebyat lebt seit einigen Monaten in einer schleswig-holsteinischen Kleinstadt. Die junge Eritreerin ist eine der ganz wenigen Frauen, der die strapaziöse Flucht durch halb Afrika gelungen ist. In Wedel hat sie ein kleines Zimmer bekommen. Nebyat fühlt sich gut aufgehoben, sie hat viele Ansprechpersonen und geht jeden Tag zum Deutschkurs in die Volkshochschule. Doch selbst wenn die Rahmenbedingungen stimmen, wird es noch lange dauern, bis sie sich richtig eingelebt hat. In ein paar Tagen wird sich entscheiden, ob sie in Deutschland Asyl bekommt. Diesem Termin fiebert sie aufgeregt entgegen.

Aus eigener Perspektive berichtet

In der Reportage geben die Menschen, die nach Deutschland gezogen sind, tiefe Einblicke in ihren persönlichen Alltag, erzählen ihr Leben aus ihrer Perspektive und schärfen so den Blick auch auf das uns bekannte Deutschland. Denn: Die Flüchtlinge machen auf Dinge aufmerksam, die für uns Deutsche manchmal viel zu selbstverständlich geworden sind.

Weitere Informationen

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Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Redaktionsleiter/in
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Redaktion
Julia Saldenholz
Autor/in
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Kamera
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Schnitt
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Tonmischung
Ursula Arens
Bildingenieur
Arne Kühl
Sprecher/in
Felix Knopp
Beate Rysopp