Die Tierretter

Im Einsatz für Struppi & Co

Freitag, 18. August 2017, 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 19. August 2017, 08:30 bis 09:00 Uhr

Ein Hundewelpe liegt auf einem Behandlungstisch und schaut ängstlich.

4,36 bei 42 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Katzen in verwahrlosten Wohnungen, ein Lama, das nicht artgerecht gehalten wird, ein Hund, mit dem die Besitzer völlig überfordert sind: Tierschutzberater Sina Hanke und Benjamin Kirmizi sehen solche Fälle fast täglich. Im Auftrag des Hamburger Tierschutzvereins Süderstraße gehen sie Hinweisen aus der Bevölkerung nach und prüfen, ob ein Tier möglicherweise misshandelt oder nicht tierschutzgerecht gehalten wird. Dann klingelt das Ermittler-Duo unangekündigt an der Tür, um den  Meldungen auf den Grund zu gehen.

Zum Wohl der Tiere

Die Tierschutzberater arbeiten eng mit dem Veterinäramt, der Polizei und dem Hundekontrolldienst zusammen. Dabei geht es aber nicht darum, den Besitzern gleich die Tiere wegzunehmen. Vielmehr wollen die Tierschutzberater eine Lösung finden, um das Wohl der Tiere zu verbessern. Das kann eine Beratung über den richtigen Umgang mit einem Hund sein oder ein Training, um mit schwierigen Tieren fertigzuwerden. Notfalls nehmen die Berater ein Tier auch mit. "Auch in Hamburg sind die Tierquäler unterwegs", sagt Benjamin Kirmizi. Er und Kollegin Hanke ärgert es, dass ihre Strafanzeigen oftmals ins Leere laufen. "Die Staatsanwaltschaft sei überlastet". Bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz werden die Verfahren oftmals eingestellt.

Sommerferien sind die schlimmste Zeit

Heiko Nauschütz ist "Struppi-Wagen"-Fahrer im Tierheim. Er nimmt verletzte, kranke oder herrenlose Tiere auf und bringt sie so schnell es geht zu den Ärzten in die Süderstraße. Zu ihnen kommen Patienten, die keiner mehr wollte. Mit Sorge blickt Heiko Nauschütz den Sommerferien entgegen. Grund: In dieser Zeit sind besonders viele Tiere in Not. Hunde, Katzen und Kleintiere werden vor dem Urlaub vermehrt ausgesetzt. Die Tierretter auf den "Struppi-Wagen", die cicra 4.000 Rettungseinsätze pro Jahr fahren, sind dann rund um die Uhr im Einsatz.

Was muss ich tun, wenn ich ein ausgesetztes Tier finde?

Bewahren Sie Ruhe und achten Sie auf ihre eigene Sicherheit. Sie kennen das Tier nicht und können nicht einschätzen, wie es auf Sie reagieren wird. Nähern Sie sich nur, wenn Sie absolut sicher sind. Nehmen Sie das Tier nicht mit nach Hause, sondern rufen Sie die Polizei, Feuerwehr oder das nächste Tierheim an.

Die Feuerwehr ist verpflichtet, sich um ausgesetzte Tiere zu kümmern. Wer ein Tier aussetzt oder misshandelt, macht sich gemäß des Tierschutzgesetzes strafbar. Wenn ein Verdacht besteht, wer das Tier ausgesetzt haben könnte, muss dies der Polizei mitgeteilt werden.

Weitere Informationen

Wie adoptiere ich ein Haustier?

Viele wünschen sich einen Hund oder eine Katze. Eine gute Idee ist es, ein Tier aus dem Tierheim zu sich zu holen. Worauf kommt es an? Tipps vom Hamburger Tierschutzverein. mehr

198 Tiere von verwahrlostem Hof gerettet

Auf einem verwahrlosten Grundstück in Mirow sind insgesamt 198 Tiere in Obhut genommen worden. Hunde, Enten, Kaninchen und weitere Kleintiere wurden in Tierheime gebracht. (12.07.2017) mehr

Autor/in
Stefan Weiße
Regie
Stefan Weiße
Redaktion
Julia Saldenholz
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Redaktionsleiter/in
Kuno Haberbusch
Redaktion
Florian Müller