die nordstory - Raps in fremder Hand

Pures Gold für Ferienjobber

Freitag, 03. März 2017, 15:00 bis 16:00 Uhr

Eine junge Frau steht in einem Rapsfeld.

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Sie könnten am Strand liegen, sich vom Semester erholen, gegen kleines Geld Autos waschen oder in die Ferne schweifen. All das tun die etwa 100 Studenten und Abiturienten aber nicht: Sie haben sich entschieden, bei der Rapsernte auf Gut Hohenlieth zu helfen. Damit zählen sie zu einer sorgsam ausgesuchten Gruppe arbeitswilliger Menschen.

Denn auf dem Familienbetrieb in der Nähe der Eckernförder Bucht bewerben sich jedes Jahr einige Hundert Jugendliche um den Knochenjob. Sie begeben sich freiwillig an körperliche Grenzen und übernehmen hohe Verantwortung an seltsamen Maschinen. Die Norddeutsche Pflanzenzuchtzentrale (NPZ) braucht verlässliche Saisonaushilfen, um die kleinen Rapskörner, die fast schon wie Kaviar sorgsam gezüchtet werden, sicher zu ernten und in alle Welt exportieren zu können.

Muskelkater, Müdigkeit und Schlendrian

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Erschöpft pausieren Studenten auf dem Gut Hohenlieth in der Mittagspause.

Für die Studenten hat die wochenlange Arbeit bei der Ernte einen hohen Ertrag. Sie verdienen in kurzer Zeit viel Geld. Eine ihrer Vorgesetzten ist erstmals die 24-jährige Frederike Wagner. Sie versucht, den angehenden Akademikern das nötige Verantwortungsgefühl für den Raps zu vermitteln und den Trupp der Ungelernten durch die Saison zu führen. Mit jedem falschen Handgriff kann für die Rapszüchter ein Vermögen auf dem Spiel stehen. Und die Studenten kämpfen gegen Muskelkater, Müdigkeit und Schlendrian.

Autor/in
Andrea Jedich
Produktionsleiter/in
Petra Nowack
Redaktion
Katrin Glenz