Dennis sieht seine Familie nur noch selten. Sein Job als Hafenarbeiter reicht nicht, um die Existenz zu sichern. Deshalb fährt Dennis in der Nacht Zeitungen aus.
"Wenn ich den Zweitjob nicht hätte, müsste ich eigentlich zum Amt gehen und mir Zuschüsse holen", sagt Dennis. Doch das kommt für den 30-Jährigen nicht in Frage, obwohl er wenig Schlaf bekommt und sich manchmal total erschöpft fühlt.
Anke ist seit 26 Jahren Hebamme und schafft es mit ihrem Vollzeitjob nicht, ihre Kinder zu ernähren. Die Ausgaben sind zu hoch, die Zeit zu knapp bemessen, die Pauschalen zu gering. In ihrer finanziellen Not hat auch sie einen Zweitjob. In einem Fastenhotel spült sie Därme und bietet Massagen an.
Als Hebamme kommt sie auf 7,50 Euro brutto pro Stunde. Im Fastenhotel kommt Anke auf einen Stundenlohn von 30 Euro. Damit kann die alleinerziehende Mutter sich und ihre Kinder finanzieren. Doch die leiden darunter, dass Anke selten zu Hause ist.
Aber ihren Job als Hebamme möchte Anke trotz allem auf keinen Fall aufgeben."Das kann ich nicht. Das ist einfach mehr als eine Arbeit."
"Ich wache morgens mit Existenzängsten auf", sagt Andreas. "Es funktioniert gerade alles so, aber es funktioniert nur, weil ich gesund bin, weil ich die ganzen Jobs machen kann. Aber was, wenn es nicht so ist?"
"Ich wache morgens mit Existenzängsten auf", sagt Andreas. "Es funktioniert gerade alles so, aber es funktioniert nur, weil ich gesund bin, weil ich die ganzen Jobs machen kann. Aber was, wenn es nicht so ist?"
Sven Jaax geht der Frage nach, ob "öko" grundsätzlich artgerechter ist. Und er fragt sich, ob es Kompromisse zwischen ökologischer und konventioneller Haltung gibt.