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Stau-Gau im Norden

Montag, 09. Mai 2016, 22:00 bis 22:45 Uhr

Stau auf der A 7 in Hamburg. Autoschlangen in einer Baustelle; eine Brücke mit zähfließendem Verkehr darüber.

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Stoßstange an Stoßstange, Schneckentempo auf den Straßen und Autobahnen zwischen Hamburg, Hannover und Kiel. Fast 40.000 Stunden standen die Norddeutschen im Jahr 2015 im Stau. Darunter leiden alle: die Pendler, die Bewohner der Metropolregionen, Fernreisende und die norddeutsche Wirtschaft. Dringend notwendige Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur werden seit Jahren auf die lange Bank geschoben. Die Folge: Brücken und Straßen zerfallen.

Der Stau im Norden in Zahlen

Die A 2 um Hannover ist so gut wie jeden Morgen dicht. Simona Köhler ärgert sich darüber. Von ihrem Haus in Haste bis zum Job in Hannover sind es eigentlich nur 40 Kilometer, aber dafür braucht sie oft eineinhalb Stunden Fahrzeit. Das, was Simona Köhler hasst, ist die Leidenschaft von Verkehrsforscher Michael Schreckenberg: Stau. Er weiß, wie er entsteht und wie man ihn umgeht. Er zeigt Simona Köhler den schnellsten Weg durch den Stau - mit überraschendem Ergebnis.

Ist der Verkehrsinfarkt im Norden überhaupt noch abzuwenden?

Weitere Informationen
01:12 min

Wie entsteht ein Stau?

09.05.2016 22:00 Uhr

Mit Spielzeugautos erklärt Verkehrsexperte Michael Schreckenberg, wie Stauwellen entstehen. Vor allem an den Autobahnauffahrten kommt es zu einer Kettenreaktion. Video (01:12 min)

Was für die Pendler einfach nur nervig ist, kostet die norddeutsche Wirtschaft jedes Jahr Millionen. 64 Prozent aller deutschen Unternehmen sehen ihre Geschäfte durch die marode Infrastruktur gefährdet. Bei Schwergut-Transporten wird die Misere besonders deutlich: Für diese XXL-Transporte gelten besondere Bestimmungen, marode Brücken etwa dürfen oft nicht befahren werden. Damit das Schwergut durch die Republik gebracht werden kann, müssen die Unternehmen viele Hundert Kilometer Umwege akzeptieren. Das kostet Zeit und Geld.

Warum landet das Geld nicht dort, wo es sinnvoll verbaut wird? Reicht der "Investitions-Hochlauf" von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, um den Verfall aufzuhalten? Was wird getan, um die Störungen durch die unumgänglichen Baustellen zu verringern?

Die Autorinnen Annette Schmaltz und Christiane Blume begleiten die Menschen, die sich jeden Tag durch die Staus im Norden kämpfen müssen. Und sie finden heraus, wie der drohende Verkehrskollaps jetzt noch verhindert werden könnte.

Bildergalerie
8 Bilder

Stau im Norden: "Katastrophe hoch drei"

09.05.2016 22:00 Uhr

Viele Menschen sind ständig auf der Autobahn unterwegs und damit auch häufig vom Stau betroffen. Was sagen Pendler, Lkw-Fahrer und Experten zu dem Verkehrschaos im Norden? Bildergalerie

Redaktionsleiter/in
Jochen Graebert
Redaktion
Kathrin Becker
Autor/in
Christiane Blume
Regie
Christiane Blume
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Annette Schmaltz
Regie
Annette Schmaltz
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Kamera
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Thomas Nickel
Wolfgang Lindig
Knut Muhsik
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Carsten Janssen
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Kamera-Assistenz
Nils Pasemann
Ton
Lars Otto
Stefan Tuchel
Gianpiero Tari
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Schnitt
Patricia Seidich
Grafik
Thorben Korpel
Sprecher/in
Nina West

Die "Anti-Stau-Therapie"

An Feiertagen und während der Schulferien kommt es auf vielen Autobahnen zu Staus. Wie können Reisende Engpässe vermeiden und was sollten sie tun, wenn sie doch im Stau festsitzen? mehr