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Drama Organspende

Montag, 22. September 2014, 22:00 bis 22:45 Uhr

Jasmin wartet auf ein Spenderherz. Seit mehr als zwei Jahren steht die 14-Jährige auf der Warteliste. Für ein Mädchen, dem die Ärzte schon kurz nach der Geburt wegen eines schweren Herzfehlers nur wenig Überlebenschancen gaben, ist 14 ziemlich alt. Doch die Zahl der Organspender in Deutschland sinkt immer weiter. Ist daran der sogenannte Organspende-Skandal schuld, bei dem ein Arzt an einer Göttinger Klinik Patientendaten manipuliert haben soll? Oder ist dieser Skandal nur ein Symptom für ein völlig intransparentes System, weshalb Kritiker Deutschland als "Entwicklungsland" in Sachen Organspende bezeichnen?

Das deutsche Organspendesystem ist selbst ein Notfall

UMFRAGE
Mögliche Antworten

Gut 70 Prozent der Deutschen wären grundsätzlich damit einverstanden, ihre Organe zu spenden. Aber nur wenige haben den entsprechenden Ausweis. Warum haben Sie keinen Organspendeausweis?

Das Leben des 14-jährigen Mädchens und seiner Eltern ist der rote Faden in dem Film, der auch den Gerichtsprozess in Göttingen begleitet, bei dem sich der Transplantationschirurg verantworten muss, weil er Patientendaten manipuliert haben soll, um dadurch schneller an eine Spenderleber zu kommen. Der Fall hat deutlich gemacht, dass bei näherer Betrachtung das deutsche Organspendesystem selbst ein Notfall ist. Die Dokumentation zeigt, dass Politiker, Ärztefunktionäre, Transplantationsmediziner, Juristen und Ethiker sich uneins darüber sind, was und wie daran etwas verbessert werden muss.

Tiefstand für Organspende-Bereitschaft erwartet

Die Zahlen sind beängstigend: Im Jahr 2013 gab es nur noch 876 Personen, denen Organe entnommen wurden, 170 weniger als 2012. Für dieses Jahr, 2014, wird ein neuer Tiefstand erwartet. Für mehr als 11.000 Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, bedeutet das eine Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Jeden Tag sterben drei Menschen, die auf der Warteliste einer Organspende stehen.

Jasmin trägt einen Herzschrittmacher und hat zahlreiche Operationen, Kontrolluntersuchungen und Klinikaufenthalte durchgestanden. Sie trägt einen Herzschrittmacher. Viele Dinge darf sie wegen ihres kranken Herzens nicht machen, sei es in der Schule oder auch in der Freizeit. Ein Jahr lang haben der mehrfach ausgezeichnete Autor Michael Heuer und sein Filmteam die 14-jährige Jasmin E. und ihre Familie aus Gleidingen bei Hannover begleitet. Lachen und Weinen, Hoffen und Bangen und immer wieder Warten. Was läuft schief im System? Wer trägt dafür die Verantwortung? Und die Frage: Wie lange kann Jasmin E., die auf der Warteliste für ein Spenderorgan steht, überleben?

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Redaktion
Sebastian Bellwinkel
Barbara Denz
Regie
Michael Heuer
Autor/in
Michael Heuer
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Redaktionsleiter/in
Christoph Mestmacher-Steiner
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