Die letzten Deutschen in Slowenien

Im Gottscheer Land

Donnerstag, 03. März 2016, 15:15 bis 16:00 Uhr

Im Süden Sloweniens liegt ein Gebiet, das noch bis vor 60 Jahren mehr deutsch als slowenisch war: die Gottschee. Über 600 Jahre siedelten hier Menschen, die einst aus Österreich, Tirol und Süddeutschland in dieses schwer zugängliche, karstige Waldgebiet gekommen waren, um es urbar zu machen. Meist waren es Bauern, die in ihrer Heimat kein Land besaßen und hier einen Neuanfang wagten, eine Chance zu überleben.

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Noch gibt es den deutschen Namen, obwohl hier keine Gottscheer mehr leben.

Das südlich der Hauptstadt Ljubljana gelegene Gebiet fiel 1941 unter italienische Besatzung. Die Gottscheer-Deutschen sollten in den östlichen Teil des Landes, der unter deutscher Besatzung stand, umgesiedelt werden. Fast alle Gottscheer verließen ihre Dörfer und folgten den Parolen der Nationalsozialisten. Nur wenige blieben. Es war das Ende der deutschen Besiedlung im Gottscheer Land.

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Heinrich Dralka, einer der letzten Gottscheer, ist als Partisan im Land geblieben.

Nach dem Krieg wurden Slowenen in die verlassenen Dörfer der Gottscheer einquartiert. Kaum einer der 1941 umgesiedelt wurde, kehrte zurück. Die meisten zogen nach Deutschland, Amerika oder Australien weiter. Heute leben noch etwa 500 Gottscheer in ihrer ursprünglichen Heimat, die im Wesentlichen aus drei Bergketten und drei Tälern besteht. In den Tälern leben die Menschen, auf den Bergketten ziehen Hirsche, Wölfe und Bären durch die Reviere. Der Film sucht nach den Resten dieser Gemeinschaft. Er porträtiert die zurückgebliebenen Gottscheer, die versuchen, die Erinnerung an ihr kleines Volk wachzuhalten.

Redaktion
Werner Grave
Autor/in
Thorsten Niemann
Regie
Thorsten Niemann
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Redaktion
Lengwenus, Wolf
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