Heimat ist... op'n Dörp

Dangast - Küste, Kühe, Künste

Sonntag, 09. Oktober 2016, 11:30 bis 13:00 Uhr

Heuballen werden auf den Anhänger verladen. © NDR, honorarfrei

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Dangast ist das einzige Dorf an der ostfriesischen Nordseeküste ohne Deich. Das schafft Weitblick. Vor über 200 Jahren wurde der kleine Ort zum ersten Nordseebad an der Küste.

Die Farben, das Licht und die Landschaft zwischen Meer, Marsch und Moor lockten viele Künstler nach Dangast. Karl Schmidt Rottluff, Ernst Heckel und Franz Radziwill machten das Dorf in der Kunstszene bekannt. Es folgten die Aktionskünstler um Anatol, dem Beuys-Schüler. Bei ihren Kunstaktionen halfen die Dangaster Landwirte kräftig mit. Der Ort des Geschehens ist das alte Kurhaus.

Tierzucht hat Tradition

Trotzdem sind die Dangaster bodenständig geblieben. Dazu gehört auch Familie Funke. Auf dem Hof züchten sie Pferde, Rinder und Damwild. Die Tierzucht hat in Dangast Tradition. Traditionell sind auch heute noch das 200 Jahre alte Kurhaus direkt am Strand und der legendäre Rhabarberkuchen der Familie Tapken. Auf der Terrasse sitzen und das Spiel der Gezeiten erleben, das lockt viele Gäste an dieses Stück der Nordseeküste.

Das Nordseebad an der Küste

Pralles Leben und die Nähe zur Natur

Als Höhepunkt der Saison gilt das "Watt En Schlick"-Fest am Strand. Glutrot geht die Sonne unter, das Watt schimmert silbern. Pralles Leben und die Nähe zur Natur: das ist Dangast. Aber über dem Ort schwebt der Plan für den Bau von 150 weiteren Ferienwohnungen. Das sehen viele Dorfbewohner kritisch. Sie halten es für die falsche Politik, dass Dangast um jeden Preis wachsen soll. Dangast soll weiterhin den Dangastern gehören.

Redaktion
Marion von Oertzen
Ralf Kosack
Redaktionsleiter/in
Stephan Brünjes
Produktionsleiter/in
Jost Nolting
Autor/in
Achim Tacke