Made in Norddeutschland

Block House - Der alte Mann und das Steak

Mittwoch, 20. Januar 2016, 21:00 bis 21:45 Uhr
Donnerstag, 21. Januar 2016, 06:35 bis 07:20 Uhr

Eine Tellerwäschergeschichte made in Norddeutschland: In 46 Jahren hat Eugen Block aus eigener Kraft ein gastronomisches Imperium im Norden geschaffen: 36 Block House Restaurants und zehn Jim Block Burgerläden in Deutschland, acht weitere Franchise-Restaurants im Ausland, eine Fleischerei, eine Lebensmittelproduktion für Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel in Zarrentin, das Fünfsternehotel Grand Elysée Hamburg und ein Brauhaus an den Landungsbrücken. Insgesamt arbeiten mehr als 2.200 Menschen für das Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 320 Millionen Euro.

Bis ins letzte Detail

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Familie Block: Ehepaar Eugen und Christa Block mit den Kindern Christina, Dirk und Philipp.

Eugen Block hat jeden Teppich, Vorhang und Stuhlbezug selbst ausgesucht und persönlich die Tischhöhe festgelegt. Bis heute wacht er darüber, dass die Teller im Block House auch heiß auf den Tisch kommen. Für seine Mitarbeiter fühlt sich Eugen Block umfassend verantwortlich, er gibt ihnen etwa gerne Tipps, wie sie sich besser ernähren können. Die sehr hohe Fluktuation bei Führungskräften begründet Block damit, dass er seine Leute eben vor schlechter Führung schützen müsse. Nie hat ein Gründer das Gefühl, fertig zu sein. "Als Pionier baut er auf, er puzzelt mit einer schier nicht enden wollenden Energie. Er feilt wie ein Dickbrettbohrer an jedem Detail. Was diese Gründer aber nicht unbedingt können, ist das Fundament zu legen für ein hundertjähriges Unternehmen", sagt Sohn Dirk Block.

Drei mögliche Nachfolger und noch keine Lösung

Block hat drei Kinder, die in das aktive Geschäft drängen: Tochter Christina, die älteste, gründete ihr eigenes Unternehmen "Prima Pane" und bekam nebenher noch vier Kinder. Sohn Dirk stieg früh ins familiäre Unternehmen ein und war schon Geschäftsführer der Gruppe, bevor der Vater ihn 2011 entließ und die Kinder zu gleichen Teilen als Gesellschafter und Aufsichtsräte am Unternehmen beteiligte. Sohn Philipp schlug erst eine Laufbahn als Pädagoge ein, bevor er vor einigen Jahren mit seinem Schwager zusammen in den Fleischhandel einstieg.

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Restauranteröffnung mit Max Schmeling.

Bis zu Eugen Blocks 75. Geburtstag will die Familie nun gemeinsam eine endgültige Lösung für die Übergabe entwickeln. Der Film erzählt von der Arbeit des Gründers, von den Höhen und Tiefen der Unternehmensgeschichte sowie dem missglückten Einstieg ins Airlinegeschäft, und der wahrscheinlich schwierigsten Aufgabe im Leben eines jeden Patriarchen: dem Loslassen.

Autor/in
Anna Marohn
Kamera
Sven Hille
André Bacher
Schnitt
Sarah Steffen
Bildtechnik
Arne Kühl
Grafik
Angelika Winkler
Musik
Fabian Teichmann
Tonmischung
Christoph Finn
Sprecher/in
Simone Dorenburg
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Redaktionsleiter/in
Dirk Neuhoff
Redaktion
Dirk Neuhoff