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Samson mit Moderatorin Bettina Tietjen. © © NDR/Uwe Ernst, honorarfrei

Wer hat's gesehen?

40 Jahre Sesamstraße
16.06.2013 | 21:45 Uhr

Das NDR Fernsehkult-Quiz feiert den Geburtstag der "Sesamstraße". Bettina Tietjen präsentiert witzige Fragen, tolle Archivschätze und beliebte Anwohner aus vier Jahrzehnten.mehr

 

Die Trabant-Story: Die Geschichte eines Autos



Samstag, 06. Juli 2013, 11:30 bis 12:15 Uhr [VPS 11:30]

Trabant P 50 © picture-alliance / ZB Fotograf: Bernd Settnik Detailansicht des Bildes

Zum 7. November 1957 war im Automobilwerk Zwickau alles gut geplant. Die Produktion des "Neuen" war "politisch-ideologisch" bestens vorbereitet: das Jugendaktiv P50 gebildet, ein Wettbewerb zum 40. Jahrestag der "Großen sozialistischen Oktoberrevolution" gelaufen, und alle im Werk aufgerufen, für den neuen PKW einen Namen zu finden. "Muldeperle", "Zwickel" oder "Lux" kamen dabei heraus. Schließlich entschied sich die Jury für "Trabant", angeregt durch den Start des ersten künstlichen Erdtrabanten, der als Sputnik in die Geschichte einging.

Mit großem Interesse und riesiger Erwartung wurde der Kleinwagen, die ostdeutsche Antwort auf Goggomobil, Lloyd und Isetta, aufgenommen. Die Besitzer der Nullserienfahrzeuge, die plötzlich auf den Straßen erschienen, wurden umringt, ausgefragt, angebettelt, damit man Probesitzen und -fahren konnte. Preiswert, robust, leistungsstark - so feierte ihn nicht nur die Werbung. Und dabei blieb es über viele Jahre: Der Trabant war es, der die Menschen trocken zur Arbeit brachte, als Arbeitspferd und Transporter diente und die ganze Familie in den Urlaub kutschierte. Niemand ahnte, dass der Trabant genau das wurde, was ein gewiefter Werbetexter formuliert hatte: Trabant - dein treuer Begleiter. Gehasst und geliebt im Alltag der DDR, hält er heute noch immer eine große Fangemeinde in Trab.

Der Film erzählt Geschichten von gescheiterten Versuchen, dem Trabant ein zeitgemäßes Design und eine moderne technische Ausstattung zu geben. Geschichten von kleinen Veränderungen, die in der Regel zu Aufpreisen führten und Geschichten von fantastischen Produktionssteigerungen. Langjährige Trabibesitzer, aber auch Menschen, die nie einen haben wollten erzählen, wie der Trabant den Alltag des DDR-Lebens prägte und zum Synonym wurde: für den Mangel, die Begrenzung und den Ersatz, der überall herrschte. Aber auch für die kleine Freuden, die Nischen, die Improvisation, den Erfindergeist. Den letzten großen Auftritt hatte der Trabant, als nach der Grenzöffnung die DDR-Bürger ihr Begrüßungsgeld in langen Autoschlangen abholten und endlich in die Welt durften.

Mitwirkende

Redaktion: Karl Königstädt
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Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren, steht auf einem Spruchband, das zwei Studenten in schwarzen Anzügen vor dem neuen und dem alten Uni-Rektor - beide im Talar - hertragen. Albers (l.) und Behlmer tragen das Spruchband vor Prof. Schäfer (2.v.l.) und Prof. Ehrlicher her. © dpa Fotoreport

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