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Samson mit Moderatorin Bettina Tietjen. © © NDR/Uwe Ernst, honorarfrei

Wer hat's gesehen?

40 Jahre Sesamstraße
16.06.2013 | 21:45 Uhr

Das NDR Fernsehkult-Quiz feiert den Geburtstag der "Sesamstraße". Bettina Tietjen präsentiert witzige Fragen, tolle Archivschätze und beliebte Anwohner aus vier Jahrzehnten.mehr

 

Kulturjournal: Neues aus der Kulturszene und vom Büchermarkt

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Donnerstag, 20. Juni 2013, 02:20 bis 02:50 Uhr [VPS 02:20]

Eva-Maria Lemke © NDR Fotograf: Christian Spielmann Detailansicht des BildesEva-Maria Lemke

"Blut und Ehre": Die Geschichte des rechten Terrors in Deutschland
Die rassistischen Verbrechen mit insgesamt 10 Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zeigen ein neues Ausmaß rechter Gewalt in der Bundesrepublik. Heimtückisch und aus rassistischen Gründen soll Beate Zschäpe gemeinsam mit den verstorbenen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zehn Menschen getötet haben. Die Buchautorin Andrea Röpke und der Autor Andreas Speit werfen dem Bundesamt für Verfassungsschutz in ihrem neuen Buch "Blut und Ehre" Verharmlosung des rechten Terrors in Deutschland vor. Die beiden renommierten Autoren zeichnen die Gewalt und den Terror des Rechtsextremismus von 1945-2013 in Deutschland nach. "Blut und Ehre" ist eine detaillierte historische Einordnung der verschiedenen Gruppierungen der rechten Szene Deutschlands.

Erste Liebe in den 60ern: Klaus Modicks wunderbarer Roman "Klack"
Der Opel Rekord vor der Tür, die Kubakrise im Fernsehen. Und Clarissa, die schöne italienische Gastarbeitertochter im Nachbarhaus. Es sind die frühen 60er, die Bundesrepublik ist noch in der Pubertät, genau wie der 15 jährige Markus. Der macht mit seiner Agfa Clack Schnappschüsse und quält sich mit der Frage, wie er Clarissa näherkommen kann. Der Oldenburger Schriftsteller Klaus Modick erzählt in seinem neuen Buch "Klack" (Kiepenheuer und Witsch) herrlich unterhaltsam von einer Jugend im Wirtschaftswunderdeutschland. Mit viel Gespür für subtile Komik verwebt Modick die Liebesfantasien des Teenagers, die weltpolitischen Ereignisse auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges und den Alltag in der deutschen Nachkriegsgesellschaft, in der zwar ungern offen über die Jahre der Nazidiktatur gesprochen wird, die braune Vergangenheit aber immer wieder durchscheint.

Musikalische Traumwelten zweier Schwestern: Das Duo CocoRosie
Sie tragen ungewöhnliche Kostüme, kleben sich manchmal Bärte an und musizieren auch mit Kinderspielzeug. Die Schwestern Bianca und Sierra Casady gründeten vor zehn Jahren das Duo "CocoRosie", benannt nach ihren Spitznamen. Gemeinsam entwickelten sie eine ganz eigene, herrlich versponnene Musik, die sich einfachen Genre-Zuschreibungen entzieht: Ihre Songs kombinieren elektronische und ungewöhnliche Instrumente, sowie klassischen Gesang mit kindlichen Stimmen. Doch so verträumt ihre Musik klingt, die beiden engagieren sich auch politisch, haben eine eigene Feministinnen-Initiative gegründet. Vor kurzem ist ihre neue CD "Tales of a GrassWidow" erschienen und die Schwestern spielten live in Hamburg. Das Kulturjournal traf CocoRosie beim Konzert.

Große Gefühle, radikale Körperbilder: Maria Lassnig-Ausstellung in den Deichtorhallen
"Man hat mich so lange unterbewertet, dass ich die jetzige Bewertung gar nicht bewerten kann." So kommentierte Maria Lassnig vor wenigen Jahren die große Aufmerksamkeit der Kunstwelt. Die österreichische Malerin ist bereits 93 Jahre alt, erhielt aber erst Anfang Juni den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für ihr Lebenswerk und wird nun erstmals mit einer großen Retrospektive in Norddeutschland geehrt: Die Deichtorhallen in Hamburg zeigen vom 21. Juni bis zum 8. September "Maria Lassnig. Der Ort der Bilder". Körper sind ein Hauptthema von Maria Lassnig. Die Bilder haben eine eigene Radikalität, das berühmte Selbstportrait "Du oder ich" beispielsweise zeigt sie nackt, eine Pistole hält sie an ihre Schläfe, die andere richtet sie auf den Betrachter. Das Kulturjournal stellt die Künstlerin vor und besucht exklusiv vorab die Hamburger Ausstellung.

Er frisierte die Beatles und floh vor Romy Schneider: Der Hamburger Fotograf Jürgen Vollmer
Schon der Buchtitel verrät es, dieser Mann hatte ein ungewöhnliches Leben: "Wie ich John Lennon die Haare schnitt, vor Romy Schneider davonlief und Catherine Deneuve zum Lachen brachte" (Edel). Der Hamburger Fotograf Jürgen Vollmer lernte die Beatles 1960 auf St. Pauli kennen. Die waren so begeistert von seinem Haarschnitt, dass sie den auch haben wollten, und Vollmer verpasste ihnen die legendären Pilzkopf-Frisuren. Später arbeitete er als Set-Fotograf in Hollywood, machte Bilder von Madonna, Isabelle Adjani und Angelina Jolie, von Sean Connery, Brad Pitt und Tom Cruise. Doch sein Erinnerungsbuch liest sich nicht als Heldengeschichte, Vollmer erzählt tragikomische Anekdoten seiner Karriere und schont dabei sich selbst nicht. Das Kulturjournal trifft den Fotografen, der all die großen Stars traf. Und das, obwohl er nach eigener Aussage total schüchtern ist.


Mitwirkende

Moderation: Eva-Maria Lemke,  Redaktion: Christoph Bungartz
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