Neue Chance zum Glück
Beruf, Kinder und Ehe - alles stimmt bei Merrit. Doch am ersten Tag des Familienurlaubs erreicht sie eine schockierende Nachricht: Ihr Vater hat eine Herzattacke erlitten.
Meine Heimat Afrika: Spielfilm mit Christine Neubauer

Die Nachricht vom Tod ihres Vaters, der gerade in Namibia beigesetzt wurde, stellt Hanna Edlingers Leben auf den Kopf. Sie hatte bislang in dem Glauben gelebt, ihr Vater sei bereits verstorben, als sie drei Jahre alt war. Auf den Spuren ihrer Vergangenheit reist Hanna mit ihrem Mann Andreas, einem aufstrebenden Münchener Anwalt, in die namibische Gründerstadt Lüderitz. Im Büro des Anwalts Lawrence Javibi, der die Erbschaft regelt, erlebt sie gleich die nächste Überraschung: Hanna hat eine Halbschwester, von der sie nichts wusste.
Sumah, so heißt sie, begegnet ihr jedoch zurückhaltend und misstrauisch. Sie befürchtet, dass Hanna ihr das gemeinsame Erbe streitig machen will. Den beiden Halbschwestern wurde zu gleichen Teilen ein Stück Land namens Kolmanskop vermacht, auf dem sich Ruinen und eine stillgelegte Diamantmine befinden. Der Investor Ron Lehndorf plant hier ein luxuriöses Ferienressort und bietet den Halbschwestern stolze 200.000 Euro. Doch Hanna zögert mit dem Verkauf. Sie hat auf dem Grundstück ihr Geburtshaus wiedererkannt und will mehr über ihre Vergangenheit erfahren. Warum nur hat ihr Vater sich nie bei ihr gemeldet?
Dann stellt sich heraus, dass ihr Mann Andreas in dieser Angelegenheit eine zwiespältige Rolle spielt. Die bereits seit Längerem schwelende Ehekrise spitzt sich zu. Hanna macht die Bekanntschaft des Einheimischen Moses vom Stamm der Nama. Für dessen Volk ist der Hügel von Kolmanskop eine heilige Kultstätte. Nun beginnt sie, das Lebenswerk ihres Vaters zu verstehen: Er steckte all sein Geld in das verwüstete Land, um es für die Nama zu erhalten, für die es von unschätzbarem Wert ist.