Stand: 02.06.2017 12:54 Uhr

NDR Rundfunkrat stimmt Verlängerung "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe" zu

Der NDR Rundfunkrat hat am Freitag, 2. Juni, in Hamburg der Fortsetzung von zwei erfolgreichen ARD-Telenovelas zugestimmt: Die Produktionsverträge für "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe" sollen um jeweils zwei weitere Staffeln verlängert werden. Die neuen Episoden, deren Erstausstrahlung im Nachmittagsprogramm des Ersten zu sehen ist, werden von der Degeto für die ARD beauftragt. Die Verträge mit den Produzenten umfassen die Produktion von je 400 Folgen à 48 Minuten. Für "Rote Rosen" liegt die redaktionelle Federführung beim NDR, Produzent ist die Studio Hamburg Serienwerft GmbH. Produzent von "Sturm der Liebe" ist die Bavaria Filmproduktion GmbH.

Ursula Thümler, Vorsitzende des Rundfunkrats: "Die norddeutsche Telenovela 'Rote Rosen‘, die in Lüneburg spielt und gedreht wird, liegt dem Rundfunkrat besonders am Herzen. Ihre Handlung greift immer wieder aktuelle Themen auf. Das können z. B. Analphabetismus, unterschiedliche Wohnformen im Alter oder Nachwuchssorgen bei der freiwilligen Feuerwehr sein, wie die Beispiele aus der laufenden Staffel zeigen. Die Fortsetzung dieser erfolgreichen Nachmittagsserie im Ersten begrüßt der Rundfunkrat ausdrücklich."

Außerdem stand der Jugendmedienschutz auf der Tagesordnung der Rundfunkratssitzung. Hintergrund dafür war die im Oktober 2016 in Kraft getretene Novelle des Jugendmedienstaatsvertrages. Sie erlaubt den Medienanbietern, FSK-Freigaben nach Ablauf von zehn Jahren durch eine eigene Bewertung zu ersetzen. Bisher war dies erst nach 15 Jahren gestattet. In diesem und in weiteren Punkten sollen die ARD-Richtlinien zum Jugendschutz angepasst werden; der Rundfunkrat gab dazu seine Zustimmung.

Ferner informierte sich der Rundfunkrat über die Anmeldung des NDR Finanzbedarfs zum 21. KEF-Bericht. Die Anmeldung war zuvor bereits eingehend im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Informationstechnologien beraten worden.

Auf der Tagesordnung des Rundfunkrats standen auch mehrere Programmbeschwerden von Zuschauern und Hörern. Die Beschwerden waren zuvor im Rechts- und Eingabenausschuss beziehungsweise im Programmausschuss behandelt worden. Der Rundfunkrat sah die staatsvertraglich festgelegten Programmgrundsätze in keinem Fall verletzt und wies die Beschwerden ab.

Nach fünf Jahren endete mit der Sitzung am Vormittag des 2. Juni die Amtszeit des bisherigen NDR Rundfunkrats. Am Nachmittag desselben Tages konstituiert sich der neue Rundfunkrat, in den 58 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Institutionen und Organisationen aus den vier NDR Staatsvertragsländern entsandt sind.

NDR Intendant Lutz Marmor: "Dem scheidenden Rundfunkratsvorstand danke ich herzlich für die kritisch-konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zugleich danke ich allen Rundfunkrats-Mitgliedern und ganz besonders denen, die aus dem Gremium ausscheiden, für ihr wichtiges ehrenamtliches Engagement."