Stand: 01.07.2016 17:06 Uhr

NDR Rundfunkrat stimmt ARD-Verträgen zur Bundesliga und zur Wahlforschung zu

Der NDR Rundfunkrat hat am Freitag, 1. Juli, in Hamburg mehreren wichtigen ARD-Verträgen zugestimmt. Darin geht es um den Erwerb von Fernseh- und Hörfunkrechten an den Spielen der Fußball-Bundesliga bis 2021, um die weitere Zusammenarbeit mit dem Wahlforschungsinstitut Infratest dimap bis 2023 sowie um die Produktion von 42 neuen Folgen der Vorabendserie "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte". Die Verträge mit der Deutschen Fußball Liga (DFL), Infratest dimap bzw. Saxonia Media stehen unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung der beteiligten Sender.

Der Vertrag der ARD mit der DFL sichert die Berichterstattung der "Sportschau" am Sonnabend im Ersten über vier Spielzeiten hinweg bis einschließlich zur Saison 2020/21. Die Radioprogramme der ARD und damit auch die des NDR werden ebenfalls weiterhin aus den Stadien der Bundesliga berichten.

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Ursula Thümler, Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

Ursula Thümler, Vorsitzende des NDR Rundfunkrats: "Das ist eine gute Nachricht für alle Fans des Klassikers, auch wenn sich der Rechteumfang ein wenig verkleinert hat. Die 'Sportschau‘ erreicht mit ihrer Bundesliga-Berichterstattung wöchentlich im Schnitt mehr als fünf Millionen Zuschauer, darunter besonders viele junge Menschen. Nicht zu vergessen das Radio: Die NDR 2 Bundesliga-Show zählt zu den vier reichweitenstärksten Bundesliga-Sublizenzprogrammen der ARD. Darin enthalten ist die ARD-Bundesliga-Konferenz: Auch diesen Live-Klassiker wird es weiter geben."

Ein weiterer Vertrag, über den der NDR Rundfunkrat zu befinden hatte, betrifft die Zusammenarbeit mit Infratest dimap bei der Wahlberichterstattung in den Jahren 2017 bis 2023. Neben den neun ARD-Landesrundfunkanstalten sind auch Deutschlandradio und Deutsche Welle an diesem Vertrag beteiligt.

Grünes Licht gab der Rundfunkrat auch für die finanzielle Beteiligung des NDR an der Produktion weiterer 42 Folgen der Vorabendserie "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte", für die der MDR die redaktionelle Federführung hat. Die wöchentlich ausgestrahlte Serie erfreut sich wachsender Beliebtheit beim Publikum; aktuell läuft bereits die zweite Staffel mit den Folgen 43 bis 84. Die dritte Staffel soll im kommenden Jahr im Ersten zu sehen sein.

Außerdem informierte sich der Rundfunkrat eingehend über das ARD-Konzept zur Berichterstattung von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Der NDR ist dabei Gesamtfederführer für ARD und ZDF. NDR Hörfunkdirektor Joachim Knuth und Gerd Gottlob, Programmbereichsleiter Sport, stellten das umfangreiche Fernseh-, Hörfunk- und Online-Angebot sowohl von Olympia wie von den Paralympics vor, die ebenfalls in der brasilianischen Metropole stattfinden. Allein Das Erste berichtet an acht Sendetagen rund 170 Stunden aus Rio.

Im Rahmen seiner Mitberatung des gemeinschaftlichen Angebots "KiKA Telemedien" nahm der Rundfunkrat eine Vorlage des federführenden MDR zustimmend zur Kenntnis. "KiKA Telemedien" fasst bereits bestehende Online-Angebote des Kinderkanals von ARD und ZDF zusammen.
Ursula Thümler: "Der Rundfunkrat begrüßt, dass 'KiKA Telemedien‘ Kindern Orientierung im Internet bieten soll und durch den spielerischen Umgang mit digitalen Medien frei von kommerziellen Interessen ihre Medienkompetenz fördern will. Das Angebot wird zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen und einen positiven Beitrag zum publizistischen Wettbewerb leisten."

Auf der Tagesordnung des Rundfunkrats standen außerdem die Programmbeschwerden von zehn Zuschauern und Hörern. Deren Beschwerden waren zuvor im Rechts- und Eingabenausschuss beziehungsweise im Programmausschuss behandelt worden. Der Rundfunkrat sah die staatsvertraglich festgelegten Programmgrundsätze in keinem Fall verletzt und wies die Beschwerden ab.