Stand: 02.09.2009 17:39 Uhr

Heinze bestätigt weitere Vorwürfe

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Doris Heinze schrieb unter dem Pseudonym "Marie Funder" Drehbücher. (Archivbild)

Die frühere NDR Fernsehfilm-Chefin Doris Heinze hat gegenüber dem NDR eingeräumt, dass sie sich selbst hinter dem Pseudonym "Marie Funder" verbirgt. Eine entsprechende Bestätigung ihres Rechtsanwalts Gerd Benoit ist dem NDR am Mittwoch (2. September) zugegangen. Der NDR hatte bereits am Montag mitgeteilt, dass Doris Heinze unter Pseudonym über externe Produktionsfirmen zwei Drehbücher und ein Treatment für den NDR geschrieben hat, ohne dass dies dem Sender bekannt war. Nunmehr ist belegbar, um welche Produktionen es sich handelte: die Bücher für "Die Freundin der Tochter" und den nicht realisierten Film "Dienstage mit Antoine" sowie ein sogenanntes Treatment, also eine ausführliche Ideenskizze, für den "Polizeiruf 110: Die armen Kinder von Schwerin".

Zahlungen sollen offengelegt werden

Der Anwalt von Frau Heinze signalisierte daneben die Bereitschaft seiner Mandantin, gegenüber dem NDR alle in diesem Zusammenhang erfolgten Zahlungen offenzulegen. Sollte diese Offenlegung tatsächlich erfolgen, würde dies die weitere Aufklärung des Sachverhalts erleichtern.

NDR arbeitet intensiv an Aufklärung

Am Donnerstag vergangener Woche hatte der NDR Doris Heinze suspendiert, nachdem sie eingeräumt hatte, dass sie ihrem Ehemann unter Ausnutzung ihrer beruflichen Position über Dritte außerhalb des NDR persönliche Vorteile verschafft hatte. Heinzes Mann verfasste unter dem Pseudonym "Niklas Becker" fünf Drehbücher, von denen vier von der Münchner Produktionsfirma AllMedia für den NDR verfilmt wurden. NDR Sprecher Martin Gartzke: "Wir arbeiten weiter intensiv an der umfassenden Aufklärung des Sachverhalts."

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