Alles zur plattdeutschen Sprache
Die Welt spricht Platt - auch in unserer virtuellen Platt Welt. mehr
Jan Graf singt, schreibt, verlegt plattdeutsche Bücher in seinem eigenen Verlag, er arbeitet für NDR 90,3 und für eine logopädische Praxis in Stade. Am 6. Juni 1973 in Buxtehude geboren, wuchs Jan auf einem Bauernhof auf der Lüneburger Heide auf.
Begeisterung für das Plattdeutsche hegte er schon als Kind, obwohl seine Eltern ihn auf Hochdeutsch aufzogen - wie es damals alle taten, damit es in der Schule mit "mir" und "mich" nicht durcheinander geht. Einige Semester Niederdeutsche Philologie in Göttingen hinter sich, kam der heute 37-Jährige 1999 nach Kiel, wo er wenig später als Redakteur für Niederdeutsch und Friesisch bei der NDR 1 Welle Nord arbeitete. 2003 ging es dann für ein Jahr nach Stockholm in die deutschsprachige Redaktion des Schwedischen Rundfunks. Erst hier in Schweden fand Jan zu sich selbst als Liedermacher, wie er sagt: "Die Schweden mit dieser großen Liedtradition: eine Gitarre, ein Lied, eine Stimme - dass das reicht, begriff ich erst hier." Für seine eigenen, plattdeutschen Songs wurde Jan 2008 mit dem Bad-Bevensen-Preis ausgezeichnet. Als Autor arbeitet Jan seit 2005 für die Sendereihe "Hör mal'n beten to". "Hören und wahrnehmen, was um dich herum an Wahnsinn oder Bemerkenswertem passiert, dafür Antennen zu haben, das sind 90 Prozent der Arbeit, meint der Vater von zwei Söhnen, die er gemeinsam mit Frau Mareike plattdeutsch großzieht. "Dass die Kinder Schwierigkeiten kriegen, wenn sie plattdeutsch aufwachsen, ist Schwachsinn", meint Jan. Und falls doch, dann haben seine beiden den Sprachtherapeuten ja ganz in der Nähe, denn seit 2008 ist Jan Graf ganz nebenbei auch noch ausgebildeter Logopäde. Jan wohnt heute mit Frau, Kindern und Hund wieder in Buxtehude.