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Der Schauspieler Stephan Schad ist am Mittwoch zu Gast bei NDR 90,3.
Stephan Schad, Jahrgang 1964, ist schon lange eine feste Größe im Hamburger Theaterleben - und nicht nur dort. Ende der 1980er-Jahre machte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Über kleinere Bühnen - Braunschweig, Krefeld - erreichte er schnell die größeren Theater: Frankfurt und Mannheim. 1998 wechselte Stephan Schad zum Thalia Theater, wo er unter anderem mit Jürgen Flimm und Robert Wilson zusammenarbeitete. In der "Hamburger Morgenpost" erinnerte er sich: "Dieses Angebot war ein doppelter Volltreffer: Zum Glück, an diesem renommierten Haus spielen zu dürfen, kam der Reiz, in einer weltoffenen und äußerst lebendigen Großstadt mit sehr unterschiedlichen Ecken und Milieus zu leben."
Elf Jahre lang gehörte Stepan Schad dort zum festen Ensemble. Geblieben ist der regelmäßig wiederkehrende "Thalia Vista Social Club", der sehr schnell ein Publikumsrenner wurde: Eine Handvoll Schauspieler spielt in einem Altersheim für Mimen, die in die Jahre gekommen sind. Ein Blick voraus in das Jahr 2040. "Um Jahrzehnte gealtert, macht sich sein Ensemble (…) auf die Suche nach der eigenen musikalischen Vergangenheit und landet, überraschenderweise, bei der Musik von heute." (musicalzentrale.de)
Mit Susanne Lothar spielte Stephan Schad zusammen in der "Tatort"-Folge "Der glückliche Tod".
Als Ulrich Khuons Intendanz am Thalia zu Ende ging und er 2009 zum Deutschen Theater in Berlin wechselte, gab Stephan Schad seine feste Stelle auf, um frei zu arbeiten: Gastspiele im St. Pauli Theater und im Haus am Alstertor folgten. Er arbeite als Rollenlehrer an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und nahm nun häufiger Engagements beim Fernsehen an: Ein halbes Dutzend Mal war er im "Tatort" zu sehen, er spielte mit beim "Kriminaldauerdienst", in "Bella Block", "Notruf Hafenkante", "Nachtschicht" und einigen anderen Serien.
Als der Schauspieler mit dem durchaus süddeutschen Charme - er stammt aus Pforzheim - wieder einmal vor der Frage stand: "Bleiben oder gehen?" - war sein "Entschluss (…) schnell gefasst: Ich werde hier in Hamburg als freier Schauspieler weitermachen. Denn Hamburg - das ist 'meine' Stadt, in der ich unbedingt bleiben möchte." (Hamburger Morgenpost) Zwei Jahre danach band er sich dennoch wieder fest - für zwei Jahre, diesmal ans Deutsche Schauspielhaus. Er hat dort nun schon mehrfach zeigen können, dass er ein herausragender Darsteller ist - und noch sehr viel bekannter sein müsste. Stephan Schads Projekt "Der Kontrabass", der berühmte Monolog von Patrick Süskind, war ursprünglich fürs St. Pauli Theater vorgesehen und ist seit Herbst 2012 ein prägnantes Beispiel dafür, dass "alles (…) aus einem Guss" sein kann, wie das "Hamburger Abendblatt" lobte: "Da hat einer die Welt verstanden, hat sie bis ins kleinste Detail durchdrungen - und die tollen Frauen rennen doch zu den anderen. So ist er, der Lauf der Dinge, und vergnüglicher als im Schauspielhaus bekommt man das derzeit nirgends erklärt. Viel Applaus und glückliche Gesichter."
Mit Frau und Tochter lebt der Schauspieler in Hamburg.
Mit den tollen Frauen trifft das auf den Kontrabassisten, aber ganz sicher nicht auf Stephan Schad zu; der nämlich wohnt mit "seiner wunderbaren Frau Regina" und der gemeinsamen Tochter Lotte, geboren Anfang 2011, im Stadtteil Rotherbaum. Und als Sportler hat er "mit der Alster (…) die schönste Joggingstrecke der Welt praktisch vor der Haustür." (Hamburger Morgenpost) Und auch im Funkhaus an der Rothenbaumchaussee ist er oft zu sehen: als Sprecher für den NDR, aber natürlich arbeitet er auch für einige andere Sender. Zahllosen Rollen hat Stephan Schad auch in Hörspielen seine Stimme geliehen, und er hat mehrere Dutzend Hörbücher aufgenommen. Bemerkenswert dabei vor allem: "1913", der Bestseller von Florian Illies; zahllose Folgen der "Zeitdetektive", einer erfolgreichen Kinder-Reihe von Fabian Lenk; "Adressat unbekannt", ein ungewöhnlicher Briefroman aus dem Jahr 1938 (gemeinsam mit Matthias Brandt); "Liebesbrand" von Feridun Zaimoglu.
Auch in einer Reihe von Kinofilmen hat Stephan Schad mitgewirkt. Besonders spannend und überraschend dabei ist das Ensemble "Die Glücklichen" - so auch der Titel (2007) eines der Filme von Regisseur Jan Gregor Schütte (DVD, WVG Medien). Begonnen hatte man mit "Swinger Club" (2005). Ganz neu im Kino ab März: "Leg ihn um. Ein Familienfest". Eine schwarze Komödie mit Hans Michael Rehberg als Patriarch, der nicht mehr lange zu leben hat. Alleinerbe wird, wer ihn innerhalb einer Woche von seinem Leiden erlöst. Alle anderen gehen leer aus. Neben Stephan Schad spielen unter anderen Pheline Roggan, Oliver Sauer und Susanne Wolf.
Stephan Schad ist am 27. Februar zu Gast bei Friedel Bott.
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