Auf Schneeschuhen durch das Tal von Namlos

von Markus Lobsien

Es hat gedauert mit dem Schnee, aber immer mehr Skipisten in den Alpen sind jetzt eröffnet und zum Wedeln freigegeben. Doch viele Skifahrer suchen nach Alternativen zur Abfahrt ins Tal. Eine Möglichkeit ist das Schneeschuhwandern. Seit einigen Jahren gibt es geführte Touren, für viele ist es aber noch Neuland im Wintersport. Zum Beispiel im Schatten der Zugspitze, in der sogenannten Zugspitzarena, die zu Österreich gehört. Dort war Reiseredakteur Markus Lobsien unterwegs. Bei Lermoos stieß er auf einen kleinen Ort mit dem ulkigen Namen Namlos. Hier gibt es noch nicht einmal einen Skilift, nur 100 Einwohner und viel Natur. Ranger Gerd Amann veranstaltet Schneeschuhtouren in dieser Gegend. Er ist staatlich geprüfter Bergretter, Wanderführer und Volksmusiker in einer Person. Hören Sie hier die Radio-Reportage!

Schneeschuhtouren mit ihm sind ab zwei Stunden möglich und kosten um 25 Euro pro Person. Jeden Mittwoch gibt es um 10 Uhr eine Gratistour zum Kennenlernen. Start ist direkt vor dem Tourismusbüro Berwang. Für längere Ausflüge hat Gerd Amann immer sein Notfallset dabei: Lawinenpiepser zur Ortung, eine Schneesonde zum Aufspüren von Verschütteten und einen Spaten, denn Lawinenschnee ist steinhart. Mit bloßen Händen kann niemand befreit werden.

Sicherer: In der Gruppe wandern

Auch Namlos ist alles andere als harmlos gelegen. Auf rund 1.200 Höhenmetern befindet sich die Siedlung in einem engen Tal. Links und rechts schroffe Steilhänge, von denen schon manche Lawine abging. Hier alleine unterwegs zu sein, empfiehlt sich nicht - in der Gruppe ist es sicherer.

Schneeschuhgehen kann jeder. Es werden keine Skischuhe benötigt, die Schneeschuhe kommen mit einer Bindung samt Steigkrallen unter robuste und wasserdichte Bergstiefel, die man für eine solche Wanderung dabeihaben sollte - Turnschuhe sind hier nicht die richtige Wahl. Es empfiehlt sich, mit Wander- oder Skistöcken aufzubrechen, die als Steig- oder Balancehilfe dienen. Der Gang ist etwas breitbeinig, zu eng geht es nicht, da sonst die Stolpergefahr steigt. Das ist zunächst ungewohnt, aber nach einigen Metern ist jeder im Rhythmus.

Doppelt so anstrengend wie Skifahren

Viele Orte in den Alpen bieten markierte Winterwanderwege an, die lawinensicher sind. Auch hier können Schneeschuhe benutzt werden. Mehr Spaß macht es aber auf Gelände mit Tiefschnee, in dem man bei guten Bedingungen nicht einsinkt, sondern über den man munter hinweg läuft, sogar in Jogging-Geschwindigkeit. Aber: Bitte nicht die Kräfte überschätzen. Schneeschuhwandern bergan ist doppelt so anstrengend wie Skifahren und so wurde schon mancher "Erholungstag vom Skifahren" mit Schneeschuhen zur Quälerei am Berg.

Die Anreise mit Flugzeug, Bahn oder Auto

Die Zugspitzarena liegt in Tirol. Sie ist besonders bei Österreichern und Münchnern beliebt. Die nächsten größeren Orte bei Namlos sind Berwang und Lermoos. Hier finden sich alle Annehmlichkeiten des Skizirkus mit Après-Ski, Restaurants und Hotels. Namlos ist über die L 21 ab Lermoos oder Stanzach mit dem Auto erreichbar. Im Ort gibt es Pensionen und zwei sehr ursprüngliche Gasthöfe mit regionalen Spezialitäten. Die Anreise aus dem Norden lässt sich mit der Bahn oder dem Flieger via München oder Innsbruck gestalten, viele Hotels bieten Transfers in die Zugspitzarena.

Weitere Informationen
Blick vom Rathaus auf Maschpark und See, Hannover © Bildagentur Huber/Gräfenhain/dpa - Report
 

Vom Maschsee bis zum Mittelmeer

NDR 1 Niedersachsen präsentiert jeden Sonnabend interessante Reisetipps. Am 17.12.2011 geht es um eine Schneeschuh-Wanderung an der Zugspitze.

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Eine Gruppe von Ausflüglern in der Zugspitzarena
 
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Reportage: Schneeschuhwandern in Tirol

11.12.2011 | 11:15 Uhr

Mit Schneeschuhen lässt sich fast jedes Gelände erobern. Markus Lobsien hat diese Art der Fortbewegung im Tal Namlos an der Zugspitze getestet.

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Kontakt

Tiroler Zugspitz Arena

Am Rettensee 1
A-6632 Ehrwald
Österreich
Tel.: (0043) 0 5673 20 000
Fax: (0043) 0 5673 20 000 310

E-Mail: info@zugspitzarena.com

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Kühe am Westkapp in Norwegen © © Peter Foss/MFA Norway Fotograf: Petter Foss
 

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