Reise! Reise! beim Oktoberfest in London
NDR 90,3 Reiseexperte Markus Lobsien hat sich die Premiere im Londoner Stadtteil Shoreditch angesehen.
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Auch die britischen Kellnerinnen des Londoner Oktoberfests tragen stilecht Dirndl.
"Oans, zwoa, g'suffa!" - das Oktoberfest in München endet am Tag der Einheit, wenn der Oktober gerade erst begonnen hat. In Deutschland hat ja mittlerweile jedes größere Möbelhaus ein Oktoberfest, aber es gibt auch weltweit Nachahmer. Brasilien, China, Kanada - überall wird das Fest begangen. Immer mit zünftiger Musik, aber nicht immer mit deutschem Bier. Qingdao in China etwa widmet sein Oktoberfest seinem eigenen, chinesischen Bräu, das in der Stadt von den deutschen Besatzern zwischen 1897 bis 1914 etabliert wurde.
Reise! Reise! mittendrin: Markus Lobsien interviewt den Veranstalter des Londoner Oktoberfests, Carsten Raun.
Bei der Premiere der Londoner Variante des Festes im Stadtteil Shoreditch gab es jedoch deutsches Bier. Die Reederei DFDS, die jahrelang von Hamburg und Cuxhaven nach England fuhr, schaffte 50.000 Liter Gerstensaft via Dünkirchen in Frankreich und Dover nach London, verkauft wurde die Maß dann dort für etwa zehn Euro, also noch einmal rund zwei Euro mehr als in München. 3.000 Quadratmeter misst das große Festzelt, 2.400 Briten und andere Gäste konnten hier feiern. Das ist allerdings im Vergleich zum "Schottenhamel", dem großen Zelt auf der Münchner Wiesn, wenig: Hier sitzen bis zu 10.000 Menschen und trinken und singen.
Die Band heizte ein - obwohl sie aus Baden-Württemberg kommt und nicht aus Bayern.
Musik wurde den Briten auch geboten, aber das hätte jeden Bayern auf die Palme gebracht: Beide Bands stammen aus Baden-Württemberg, dem Nachbarland Bayerns, und sind somit alle andere als bayerisch. Zu hören war das nicht - und die Engländer störte es nicht. Insgesamt kamen ungefähr 16.000 von ihnen auf das Gelände am Shoreditch Park. Der Eintritt zum Zelt war frei, es gab Essen-und-Trinken-Pakete samt Reservierung für umgerechnet 39 Euro.
Wer das Londoner Oktoberfest im nächsten Jahr einmal miterleben will, sollte möglichst früh buchen, denn sowohl Anreise als auch Hotelzimmer sind bei frühzeitiger Buchung oft günstiger. Nach London geht es am schnellsten mit dem Flugzeug. Zur Anreise mit dem eigenen Auto empfehlen sich Fährverbindungen, zum Beispiel über Esbjerg nach Harwich. Das Festzelt stand in diesem Jahr gleich bei der Tube-Station Old Street der Londoner Untergrundbahn.
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