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Windmühle in Retz
Erinnern Sie sich noch an die ARD/ORF-Serie "Julia - Eine ungewöhnliche Frau"? Bis 2002 lief sie mit fünf Staffeln im Fernsehen, Christiane Hörbiger spielte die Richterin Julia Laubach. Gedreht wurde die Familienserie in Retz, einem beschaulichen Weinort in Niederösterreich gleich an der tschechischen Grenze. Die Stadt hat lange spezielle Führungen zu den Drehorten der Serie veranstaltet, mittlerweile werden Julia-Fans aber auf ganz normalen Stadtführungen mit Antworten auf ihre Fragen versorgt. Diese Touren starten für gewöhnlich auf dem wunderschönen Marktplatz von Retz.
Retz' Lage an der tschechischen Grenze war zu Ostblock-Zeiten ein Problem, wie bei uns auch, denn diese Grenzrandgebiete wurden allzu leicht vergessen. Nun ist Retz ein wichtiger Anlaufpunkt für tschechische Gäste oder Touristen, die zum Nachbarn fahren, um hier günstig einzukaufen. Alle wollen jedoch den Erlebniskeller der Stadt besichtigen. 20 km sind seine Wege unterhalb von Retz, es ist dies die größte Anlage ihrer Art in Österreich. Bei einem Rundgang halten die Guides an mehreren Stationen, an denen mit Video-Ton-Installationen alles zur Weinbaugeschichte erklärt wird.
Die Weine der Gegend haben eine sehr gute Qualität: Der Grüne Veltliner gehört mit zu den besten des Landes. Auch Blauer Zweigelt oder die bei uns unbekanntere Sorte Blauburger begeistern Liebhaber. Eine Führung im Erlebniskeller kostet für Erwachsene acht Euro. Die Stadtführung ist ab 3,60 Euro für eine Stunde zu haben. Hier können dann auch Julia-Fragen gestellt werden.
Die Serie "Julia - Eine ungewöhnliche Frau" ist mit allen fünf Staffeln bei ARD-VIDEO erschienen und für je 9,95 Euro zu bestellen.