Vorsicht, scharf! Die asiatische Küche

von Markus Lobsien
Verschiedene Gewürze. © fotolia Fotograf: klBlue Ob Curry, Chili oder Pfeffer - die asiatische Art zu würzen bringt so manchen Europäer ins Schwitzen.

Chakalaka in Südafrika, Burger in Texas oder grüner Curry in Thailand - das sind nur einige exotische Spezialitäten, die wir auf Fernreisen genießen oder manchmal auch erdulden müssen. Denn eines ist klar: Wir Europäer sind nicht für jede Art von Küche und vor allem nicht für jede Art von Schärfe gemacht. Zum Vergnügen der Einheimischen hat sich gerade in Asien schon manche "Langnase", also ein Gast aus dem Westen, gehörig blamiert, wenn er glaubte, das schärfste Essen von der Karte ordern zu müssen. Besonders in den asiatischen Ländern wird eben intensiv gewürzt.

Vorsicht mit Chili!

Ziemlich heftig ist zum Beispiel die Schärfe des Chili. Sie lähmt den Rachenraum, führt zu Schweißausbrüchen - und nur Anfänger trinken Wasser, um ihre Wirkung zu bekämpfen. Trockener Reis oder - falls vorhanden - Joghurt lindern den Schmerz sehr viel besser. In Thailand etwa wird fast jedes Gericht als Curry mit reichlich Chili serviert. Besonders tückisch ist die grüne Curry-Variante, eine Soße mit bis zu 20 Chili-Schoten darin. Sie führt bei Ungeübten dazu, dass von den weiteren Zutaten wie Huhn oder Fisch geschmacklich nichts mehr am Gaumen ankommt, nur die Schärfe, die alles überlagert. Etwas milder ist die rote Variante, und auch die gelbe erreicht nicht die Schärfe der grünen. Jedoch gibt es auch immer wieder Hausrezepte in Thailand, nach denen alles genau andersherum zubereitet wird. Ein Hinweis an den Koch, alles nicht so "hot" oder "spicy" zu machen, hilft manchmal. Auf jeden Fall sind die Thai-Currys weit entfernt von manchen milden indischen gleichnamigen Gerichten.

Etwas milder: die Küche Kambodschas und Singapurs

In Kambodscha herrscht die Khmer-Küche vor. Sie ist auch scharf, aber nicht ganz so wie die Curry-Versionen der Thais, also vielleicht eher zum Einstieg geeignet. Typische Gerichte sind zum Beispiel die Num Ta Leng Sap, das sind Gemüsepfannkuchen mit Reismehl, oft sogar ganz ohne Chili. Auch Bananenblütensalat ist weit verbreitet, wird häufig aber auch scharf zubereitet.

Singapur gilt als Schmelztiegel der asiatischen Nationen. Entsprechend variantenreich ist die Küche. Viel Chinesisches gibt es hier, und dabei wird eher auf Pfeffer statt Chili gesetzt. Manche Köche legen die Würzpasten für Mie-Nudeln, die es mit Pfeffer oder Chili gibt, sogar an den Tellerrand, um dem Gast tränende Augen zu ersparen. Im "Chinese Food Court", einer Art Imbiss-Center, findet sich jeder schnell zurecht. Hier kann man auch die kulinarische Bekanntschaft mit Black Pepper Frog machen, einem Eintopf mit Froschschenkeln und schwarzem Pfeffer.

Sinnvoll: Reiseapotheke bestücken

Wer sich dann doch mal den Magen verdorben oder an der Schärfe entzündet hat, freut sich, wenn er in der Reiseapotheke Medikamente zur Beruhigung des Verdauungstrakts vorfindet. Ist es ernster, bleibt der Gang zum Arzt in einer Touristen-Klinik nicht aus. Hier wird meist schnell geholfen. Die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte und abgerechnet wird zu Hause mit der Krankenkasse. Zu den Themen Hygiene, Krankheiten und Notfälle durch falsche Ernährung kann man sich zum Beispiel beim Auswärtigen Amt informieren. Doch wer es nicht übertreibt, kann die tollen Genüsse Asiens ganz bewusst erleben und genießen.

Weitere Themen der Sendung

  • Nach Berlin zur Road of Arabia im Pergamonmuseum
  • Skipaß inklusive im Allgäu
  • Touristisches Neuland: Montenegro

 

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