NDR 90,3
Sendedatum: 12.07.2009 11:15 Uhr
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Reise! Reise!
Ganz schön versalzen: Guérande in der südlichen Bretagne
Salzwiese in Guérande
Das Städtchen Guérande in der Bretagne liegt auf einer Halbinsel zwischen der Loire- und der Vilaine-Mündung. In ganz Frankreich sind die Salzgärten des Ortes berühmt. Entsprechend wird dieses Kleinod auch vermarktet.
Salz ist nie gleich Salz
Im Salzmuseum Guérandes wird auch auf Deutsch erklärt, dass Salz nie gleich Salz ist. Während das "normale" Kochsalz im Naturzustand eher grau erscheint, bildet sich in Rosa oder Weiß das Fleur du Sel aus - begehrtes Objekt für Gourmets und Köche, aber mit 14 Euro pro Kilogramm nicht eben billig.
Aufwändige Ernte per Hand
Salz gibt es in verschiedenen Sorten von grob bis fein.
Doch es steckt auch viel Arbeit darin: Nur eines von zehn Kilogramm Salz ist Fleur-Salz. Hier in der Bretagne wird es von Hand aus Becken geschabt, die bei Springflut mit Meerwasser vollaufen. Hinzu kommt, dass dieses Salz ein Jahr lang trocknen muss, bevor es verkauft werden kann. Und wenn ein Sommer verregnet ist, kann eine gesamte Salzernte ausfallen.
Salzbauer - kein Modeberuf
Kein Wunder also, dass immer weniger Menschen sich den Job eines Paludiers - so heißen die Salzbauern - aussuchen. In Guérande gibt es insgesamt noch 250 Paludiers, die auf 2.000 Hektar Fläche etwa 12.000 Tonnen Salz erwirtschaften. Die Salzmoore stehen unter Naturschutz. In der Nähe liegt auch noch der reizvolle Naturpark Briére mit seiner vom Atlantik geprägten Landschaft.
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