Gartentipps für den Mai

von Andreas Wolf

Ein mit Blattläusen befallenes Blatt. © Herbert Schwind/OKAPIA Fotograf: Herbert Schwind Detailansicht des Bildes Alles neu macht der Mai. Jetzt entwickeln sich die Pflanzen geradezu explosionsartig. Das Gewebe des Austriebs ist jedoch noch sehr weich. Daher darf die Verpflanzung sommergrüner Gehölze bis zum Herbst warten. Wenn Sie trotzdem eine Pflanze umsetzen müssen, schneiden Sie lieber die Neutriebe zurück. Bei immergrünen Gehölzen wie Rhododendren und Koniferen ist das nicht nötig. Bis spätestens Mitte Mai müssen alle Gehölze umgesetzt sein. Ein Gießrand und reichliches Angießen mit bis zu 20 Litern Wasser sorgen für gutes Anwachsen.

Das Unkraut an der Wurzel bekämpfen

Aber auch Unkräuter sprießen jetzt mit Macht. Einige Menschen genießen die meditative Ruhe des Unkrautjätens. Wer diese Arbeit als Belastung erlebt, sollte lieber etappenweise arbeiten. Als erstes lockern Sie die Erde mit einer Grabegabel auf. Damit Sie sich nicht wie Sisyphos fühlen, ziehen Sie nur das, was gut zu greifen ist, mit Hilfe eines Löwenzahnstechers heraus. Den Rest arbeiten Sie mit einem Kultivator oder einer sehr schmalen Harke unter.

Hortensien Blüten Fenster Garten © picture-alliance / OKAPIA Fotograf: Hans Reinhard/OKAPIA Detailansicht des Bildes Bei ausläufertreibenden Unkräutern wie Giersch und Quecke lohnt es, möglichst viel von der Wurzel herausziehen. Schachtelhalm wurzelt extrem tief. Beschränken Sie sich darauf, ihn bodennah abzureißen. Mit Unkräutern durchsetzte Stauden nehmen Sie am besten ganz heraus, teilen sie und setzen sie ohne Unkraut wieder ein. Dies erfolgt bei Frühjahrsblühern zwischen Juni und September, bei Sommerblühern in der Winterruhe. Achten Sie auf Wurzelreste.

Pflanzen helfen gegen Wildwuchs

Langfristig reduzieren geschickt platzierte Bodendeckerstauden Unkraut und unerwünschte Gräser. Unkraut verdrängend wirken:

  • Frauenmantel (Alchemilla)
  • Chinesische Zwergastilbe / Zwergspiere (Astilbe chinensis "Pumilla")
  • Bergenie (Bergenia)
  • Kriechender Knöterich (Bistorta oder Polygonum)
  • Kaukasus-Vergißmeinnicht (Brunnera)
  • Bosnische Glockenblume (Campanula poscharskyana)
  • Storchschnabel (Geranium)
  • Funkie / Herzblattlilie (Hosta)
  • Johanniskraut / Hartheu (Hypericum)
  • Goldnessel (Lamiastrum)
  • Taubnessel (Lamium)
  • Dickanthere / Dickmännchen / Schattengrün / Ysander (Pachysandra)
  • Schildfarn (Polystichum)
  • Wallwurz / Beinwell (Symphytum grandiflorum)
  • Immergrün / Singrün (Vinca)
  • Waldsteinie / Golderdbeere (Waldsteinia)

Bei der Auswahl gilt es, die Ansprüche ans Licht zu beachten. Ein weißer Kreis auf dem Staudenetikett bedeutet volle Sonne, ein schwarzer Kreis Schatten. Wer aber Unkrautvernichtungsmittel im Garten einsetzt, handelt verantwortungslos angesichts der dramatischen Trinkwasserbelastung und ihren Folgen wie Allergien, Nierenschädigungen oder Hautkrankheiten bis hin zu Krebs. Auch die angeblich biologisch abbaubaren Glyphosaten belasten die Gewässer. Wer gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt, zahlt Geldbußen bis zu 50.000 Euro.

Den Rasen in Form bringen

Der Rasen muss alle drei bis sieben Tage gemäht werden, damit die Gräser aus der Basis austreiben. Die Schnitthöhe 4 bis 4,5 Zentimeter belässt den Gräsern noch genug Blattmasse, um gut zu wachsen. Seltener und zu tiefer Schnitt schädigt den Rasen. Moos und Unkraut sind dann im Vorteil. Bei Trockenheit einmal pro Woche durchdringend wässern. 

Keine Chance für Blattläuse

Blattläuse auf einem Buchen-Blatt. © Thomas Balster Detailansicht des Bildes Im Mai bilden die Blattläuse ihre Kolonien. Sie schädigen die Pflanzen aber nur bei extremem Massenbefall. Doch leidet das Erscheinungsbild. Zur Bekämpfung eine Verschlusskappe Brennspiritus in einen Liter Wasser geben, einen Spritzer "Grüne Seife" hinzufügen und mit dem Zerstäuber auftragen. Setzten Sie Dahlien und Gladiolen ein. Über der Knolle sollte so viel Erde sein, wie die Knolle im Durchmesser misst.

Beschnitt drängt den Pilz zurück

Ein Pilz, der über die Blüte eindringt, befällt zu dieser Zeit oft Mandelbäumchen und Sauerkirschen. Die Triebspitzen hängen welk herunter, weshalb der Pilz auch Spitzendürre heißt, lateinisch: Monilia. Schneiden Sie deshalb die Triebe nach der Blüte bis tief ins gesunde Holz zurück und achten Sie genauestens auf die Entfernung des Totholzes. Die Pflanzen danken es mit kräftigen, gesunden Neutrieben. Bei Kiefern schneidet man die frischen Spitzen um die Hälfte zurück. Das regt sie zu einem dichten Wuchs an. Gartenabfälle gut gemischt unter Zugabe von Kalk und Hornspänen kompostieren.

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Ein Kätzchen schaut aus einer Gießkanne heraus © A.&S.Carey / Picture Alliance Fotograf: A.&S.Carey
 

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