Schalten Sie ein!
Hier hören Sie jederzeit das aktuelle Programm von NDR 90,3.
Audio-Stream starten
Der Rückschnitt im Juli ist kann die Blühfähigkeit fürs nächste Jahr steigern, wie zum Beispiel bei dieser Kirsche.
Im Juli haben die Gehölze ihr Längenwachstum abgeschlossen und treiben aus den neuen Seitenknospen aus. Wer jetzt einen Rückschnitt durchführt, kann immer noch mit einem mäßigen Austrieb bis zum Ende der Vegetationszeit rechnen. Wir schneiden die Gehölze aus mehreren Gründen zurück: Zur Begrenzung der Größe, zum Erhalt der Blühfähigkeit zum Beispiel bei Rosen, um Krankheiten zu reduzieren, die zum Beispiel bei Kirschen und Mandelbäumen anfallen, und um die Attraktivität zu erhöhen. Das gelingt besonders gut bei Forsythien.
Damit die Pflanze ihre natürliche Schönheit behält, richten Sie den Blick auf den Ast, der entfernt werden soll. Wandern Sie an ihm herab bis zur nächsten Abzweigung. Der Schnitt erfolgt direkt über der Abzweigung. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis die Pflanze die gewünschte Größe und Form hat.
Bei Rhododendren kann nach der Blüte eine leichte Formkorrektur vorgenommen werden. Hier schneiden wir ausnahmsweise knapp unter der Verzweigung. Die Rhododendren werden jetzt von Zikaden heimgesucht. Diese Tiere springen wie kleine Grashüpfer aus ihren Verstecken unter den Blättern auf, wenn man über das Blattwerk streicht. Sie stechen die Blütenknospen an und legen ihre Eier hinein. Die Knospe stirbt dann ab und wird braun oder schwarz. Bei starkem Befall ist eine Bekämpfung notwendig. Ein biologisch abbaubares Insektizid ist in jedem Gartencenter erhältlich. Es wird unter die Blätter und auf die Knospen gesprüht.
Damit das Unkraut nach dem Jähten nicht gleich wieder sprießt: den Boden mit Mulch bedecken.
In Gärten mit viel schwarzer Erde kann die Bekämpfung von Unkräutern einen Großteil der Gartenarbeit ausmachen. In der Natur gibt es bloße Erde nur vorrübergehend, denn pro Quadratmeter warten rund 80.000 Samen nur darauf, günstige Keimbedingungen zu bekommen und füllen die Lücken schnell.
Wer die Erde durchreißt, schafft die Vorraussetzung für die Entwicklung von Unkräutern aufs Neue. Um sich von dieser Sisyphosarbeit zu befreien, muss der Boden bedeckt werden. Davor ist die Fläche ein letztes Mal von allen Unkräutern zu befreien. Dann wird das Abdeckmaterial aufgetragen. Rindenmulch ist das klassische Mulchmaterial. Aber auch Rasenschnitt oder die Moosabfälle vom Vertikutieren sind sehr gut geeignet. Laubabfälle können mit dem Rasenmäher gehäckselt werden und bilden ebenfalls hervorragende Bodenbedeckungen. Die Schicht sollte etwa fünf Zentimeter dick sein. Rasenschnitt auf keinen Fall dicker auftragen, um Fäulnis zu vermeiden.
Wem organisches Material nicht gefällt, kann in sonniger Lage auch einen Steingarten anlegen. Hier wird grober Kies, Lava oder Blähton verwendet. Die Schicht ist mindestens zehn Zentimeter, besser aber 15 Zentimeter dick.
Zwischen dekorativen Steinen lassen sich Polsterstauden pflanzen. Sie blühen besonders üppig und lange. Bei geschickter Zusammenstellung blüht es vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst. Zwiebelpflanzen verlängern die Blüte zusätzlich. Es gibt wohl keine pflegeleichtere Beetgestaltung als den Steingarten. Rechts sehen Sie, welche Pflanzen im Steingarten gut gedeihen.
Wer sich mit der Bodenbedeckung gar nicht anfreunden kann, hat noch die Möglichkeit, Stauden dicht an dicht wachsen zu lassen. Damit alle Pflanzen eine Chance haben, sollten größere Gruppen der selben Sorte gesetzt werden. Einige Stauden wie zum Beispiel Funkien und Prachtspieren treiben sehr spät aus, andere wie der Orientalische Mohn oder das Tränende Herz ziehen ihr Laub im Sommer ein. Wenn Sie in Streifen pflanzen, werden diese kahlen Stellen von Nachbarpflanzen verdeckt.
Ist es für die Pflanze zu hell oder dunkel, zu feucht oder zu trocken, sind Kümmerwuchs und Krankheiten die Folge. Die nötigen Informationen sind auf vielen Etiketten vermerkt. Sonst ist ein Pflanzenbuch sehr hilfreich. Beim Bewässern sollten die Pflanzen nicht an ihren Blättern, sondern am Fuß gegossen werden. Bei Sonne wirken Tropfen wie Brenngläser. Verbrennungen sind dann die Folge.