Den Garten winterfest machen

von Andreas Wolf

Im Dezember sind alle Pflanzen in ihrer Ruhephase. Die Sommergrünen haben ihre Blätter endgültig verloren. Ihr Astwerk kann jetzt sehr gut beurteilt werden. Die meisten widerstandsfähigen Arten lassen sich nun sehr gut beschneiden.

Frostschäden vermeiden

Die letzte Rose aus dem Garten von Rosemarie Meier aus Stralsund ist unter Frost und Raureif erstarrt.  Fotograf: Rosemarie Meier aus Stralsund Detailansicht des Bildes Der Rosenschnitt hat Zeit bis zum Frühjahr. Ausgenommen sind alle weichholzigen Pflanzen, wie zum Beispiel Rosen, Hibiscus, Hortensien oder Schmetterlingsstrauch. Auch die Frühjahrsblüher wie zum Beispiel Forsythie, Flieder, Schneeball und Zierjohannisbeere werden nur geschnitten, wenn ein starker Grundschnitt unumgänglich ist, denn die Blüten des nächsten Jahres gehen damit verloren. Die Stauden haben abgestorbene Stängel. Ein Rückschnitt erfolgt lediglich aus ästhetischen Gründen. Es ist sinnvoll, eine Hand breit vom Stängel stehen zu lassen, weil dieser Rest die lebende Grundrosette schattiert, denn Frostschäden entstehen durch Sonne bei gefrorenem Boden. Wenn sich ein paar Blätter darin verfangen, wird der Frostschutz sogar noch erhöht. Das Gleiche gilt für Ziergräser, wenn sie nicht bis zum zeitigen Frühjahr stehen bleiben können.

Den Rasen frei von Laub halten

Eine Kamelie mit Winterschaden © NDR Fotograf: Thomas Balster Detailansicht des Bildes Reetmatten helfen bei Kamelien Winterschäden wie diesen vermeiden. Vom Rasen dagegen müssen angewehte Laubreste gründlich entfernt werden. Dies kann durchaus mit dem Rasenmäher erfolgen, wenn er so hoch eingestellt ist, dass die Gräser nicht mehr angeschnitten werden. Unter Hecken und Sträuchern sollte Laub toleriert werden. Eine Laubschicht bietet auch hier einen hervorragenden Frostschutz. Empfindliche Gehölze und Stauden wie zum Beispiel Kamelien oder Rosmarin werden mit Fichtenästen, Reetmatten oder Netzen schattiert. Mehrstämmige Säulenkoniferen wie Säulenwacholder können durch Schneelast auseinanderbrechen. Sie sollten zusammengebunden werden.

Zwiebeln können auch jetzt noch gesteckt werden. Einzig die Märzenbecher sind nicht mehr frisch genug um zu gedeihen.

Die richtige Kleidung

In dieser kalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, bei Gartenarbeiten auf die richtige Kleidung zu achten. Skiunterwäsche leitet den Schweiß ab, eine Weste hält den Rücken warm, ohne die Armfreiheit zu behindern. Warme Schuhe und Strümpfe, sowie eine Mütze schützen vor Auskühlung. Verspannungen und Rückenschmerzen werden so vermieden und Sie bleiben gesund.

Und im Haus? Da brauchen die Zimmerpflanzen jetzt noch mehr Aufmerksamkeit als sonst, denn Heizungsluft lässt den Topfballen schneller austrocknen. Aber auch Übergießen stellt eine Gefahr dar. Übertöpfe erschweren eine Kontrolle der Wassermenge. Besser geeignet sind Tontöpfe auf Untersetzern.

Über den Garten

Wie gelingt der Gehölzbeschnitt am besten? Wann sollten welche Pflanzen ausgesäht werden? Was muss bei Balkonkästen beachtet werden? Einmal im Monat gibt Gartenexperte Andreas Wolf bei NDR 90,3 saisonale Tipps für das heimische Gärtnern und beantwortet Hörerfragen.

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Ein Kätzchen schaut aus einer Gießkanne heraus © A.&S.Carey / Picture Alliance Fotograf: A.&S.Carey
 

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Der Hamburger Hafen © picture-alliance/ dpa
 

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