Gartentipps für den August

von Andreas Wolf
Grashalme © picture-alliance/CHROMORANGE Fotograf: Bildagentur Waldhäusl Rasen lässt sich mit Langzeitdünger für den Herbst vorbereiten.

Im August lässt das Wachstum der Pflanzen merklich nach. Der Rasen erzeugt deutlich weniger Abfall. Eine Düngung gibt ihm noch einmal etwas Schwung. Langzeitdünger sind am besten, weil sie die Nährstoffe langsam aber kontinuierlich abgeben. So geht der Rasen gestärkt in den Herbst. Selbst das Vertikutieren ist noch möglich, allerdings nur bei Rasenflächen, die eine gut geschlossene Grasnarbe aufweisen. Sonst reicht die Zeit nicht mehr, um die Lücken zu schließen.

Auch ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Rasen anzusäen. Im kommenden Herbst mit seinen Niederschlägen macht die Bewässerung wenig Probleme.

Welche Gewächse im August einen Schnitt vertragen

Nach einem Heckenschnitt in diesem Monat, erfolgt nur noch ein ganz geringer Austrieb. Dadurch behält die Hecke ihre Form bis in den Mai. Kirschen und Walnüsse sollten immer im belaubten Zustand geschnitten werden, da die Wunden sonst nicht verheilen. Gärtner sollten damit besser nicht länger warten! Auch Lavendel verträgt jetzt einen Schnitt. Die Blüten sind übrigens ein altes Hausmittel zur Abwehr von Kleidermotten.

Blumenzwiebeln setzen

Die ersten Angebote für Blumenzwiebeln kommen derzeit in den Handel. Beim Einsetzen sollte so viel Erde über der Zwiebel sein wie ihr Durchmesser. Nur Kaiserkronen und Steppenkerzen werden tiefer gesetzt. Viele zweijährige Sommerblüher wie Stockrosen, Nachtkerzen und Fingerhut können noch ausgesät werden.

Stauden teilen und richtig gießen

Ein naturnaher Staudengarten. Foto: Maria Beyer, Kiel.  Fotograf: Maria Beyer Detailansicht des Bildes Im August ist die richtige Zeit, um Stauden zu teilen. Viele Stauden, die im Frühjahr oder Frühsommer geblüht haben, werden im August geteilt. Beim Teilen ist eine Grabegabel dem Spaten vorzuziehen, damit weniger Wurzeln verletzt werden. Die Pflanzen wachsen dann besser an. Eventuell kommen noch ein paar trockene Tage. Beim Wässern niemals über die Blätter gießen, sonst entstehen Pilzerkrankungen. Am besten gießt man direkt an den Fuß der Pflanze. Ein kleiner ringförmiger Wall, der Gießring, verhindert, dass das Wasser wegfließt. Lieber selten, dann aber ausgiebig wässern.

Ab Ende des Monats können immergrüne Pflanzen wie Rhododendren, Koniferen und Ilex umgesetzt werden. Sie bilden bis zum Winter noch reichlich Wurzeln. Umgesetzte Pflanzen werden immer angegossen, auch wenn es regnet. Höhere Exemplare werden mit einem Pfahl versehen, damit durch die Windbewegung die neuen Wurzeln nicht abreißen.

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