Stand: 21.11.2017 15:11 Uhr

"Frag den NDR": Wir beantworten Ihre Fragen!

Auch die Moderatoren Ulf Ansorge (links) und Stephan Hensel stehen Ihnen Rede und Antwort.

NDR 90,3 und das Hamburg Journal berichten tagtäglich für Sie aus Hamburg. Egal ob Nachrichten, Reportagen oder kulturelle Themen, wir sind ständig im Einsatz, um Sie rund um die Uhr zu informieren und zu unterhalten.

Was möchten Sie über den NDR wissen?

NDR 90,3 und das Hamburg Journal möchten Ihnen gerne Einblicke in unsere Arbeit geben und all die Fragen beantworten, die Sie immer schon hatten. Wollen Sie wissen, wie sich unser Musikprogramm zusammensetzt oder nach welchen Kriterien wir Nachrichten auswählen? Egal, welche Frage Sie zum NDR haben, wir antworten gerne. Wir haben keine Geheimnisse und beantworten Ihre Fragen montags bis freitags zwischen 7 und 9 Uhr auf NDR 90,3.

Ihre Fragen - unsere Antworten:

  • Frage

    Daniela Stegmann aus Schwarzenbek: "Wie abhängig sind die öffentlich-rechtlichen Sender wirklich von der Politik und wie werden die Programme kontrolliert?

  • Antwort

    Lutz Marmor, NDR-Intendant: "Das ist eine meiner wichtigsten Aufgaben, die Unabhängigkeit unserer Programme und die redaktionelle Freiheit zu gewährleisten. Das ergibt sich auch aus dem NDR-Staatsvertrag, aber es ist mir auch ein ganz persönliches Anliegen. Wir haben im übrigen auch ganz selbstbewusste Kolleginnen und Kollegen, die diese Unabhängigkeit in ihrer täglichen Arbeit auch leben. Bitte vertrauen Sie mir, wir sind unabhängig. Wir sind für die Mächtigen auch unbequem, denken Sie zum Beispiel an unsere jüngsten Enthüllungen zu den Steueroasen. Unsere Programme werden vom Rundfunkrat und vom Verwaltungsrat kontrolliert. Diese Gremien setzen sich aus vielen gesellschaftlichen Gruppen zusammen. Sie sollen die Gesellschaft widerspiegeln, und da sind dann Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, der Kirche, von Jugendverbänden dabei. Und das hat eine Vielfalt, die Norddeutschland widerspiegelt.

  • Frage

    Rainer Futter aus Lohbrügge: "Warum müssen eigentlich auch Menschen Rundfunkbeiträge zahlen, die gar keinen Fernseher und kein Radio haben?"

  • Antwort

    Lutz Marmor, NDR-Intendant: "Lieber Herr Futter, seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland will der Gesetzgeber, dass es einen gemeinschaftlich finanzierten Rundfunk gibt. ARD, ZDF und Deutschlandradio sind für alle da - und machen keine Gewinne. Wer kein Fernsehgerät oder ein Radio hat, der findet unsere Angebote auch online. Und jedem steht es frei, diese Inhalte zu nutzen. Der Beitrag ist auch nicht mehr, wie früher, an die einzelnen Geräte im jeweiligen Haushalt geknüpft. Dies ist nicht mehr zeitgemäß, weil viele Inhalte im Radio, im Fernsehen und Online in ganz unterschiedlichen Empfangsmöglichkeiten verfügbar sind. Dies hat der Gesetzgeber so festgelegt und ich finde diese Entscheidung auch richtig."

  • Frage

    Franziska Grünwald aus Ottensen: "Ich liebe das Intro vom Hamburg Journal und meine Frage ist: Bleibt das so?"

  • Antwort

    Sabine Rossbach, Landesfunkhausdirektorin: "Ich freu mich sehr, dass Ihnen der Vorspann des Hamburg Journals so gut gefällt, er ist musikalisch was ganz Besonderes. Vielen Menschen gefällt er, deshalb werden wir ihn so lange wie möglich weiterspielen. Man soll nie 'nie' sagen, aber im Moment kann ich Ihnen sagen, dass Sie nicht darauf verzichten müssen."

  • Frage

    Farina Diederich aus Blankenese: "Ich möchte gerne wissen, warum nicht mehr über das Handwerk allgemein gesprochen wird? Ich selbst bin Handwerkerin und finde, dass darüber mehr gesprochen werden sollte."

  • Antwort

    Claudia Bruns, Nachrichten-Chefin von NDR 90,3: "Liebe Frau Diederich, das ist eine ganz tolle Anregung, die wir gerne aufnehmen. Wir bei NDR 90,3 berichten ja schon regelmäßig über das Handwerk in Hamburg. Zum Beispiel über die Ausbildungs-Situation oder auch immer wieder im Rahmen der Arbeitsmarktzahlen. Auch im Hamburg Journal, im NDR Fernsehen, spielt das Handwerk immer wieder eine große Rolle. Zum Beispiel erst kürzlich im Rahmen einer großen Serie über Ausbildung in Handwerksberufen."

  • Frage

    Manfred Kock aus Barmbek Nord: "Ich hätte gerne gewusst, warum es keine Satire mehr im Programm gibt, oder politisches Kabarett?"

  • Antwort

    Hendrik Lünenborg, NDR 90,3 Programm-Chef: "Das stimmt, wir haben zur Zeit keine feste Comedy im Programm. Wir wollen Sie aber natürlich trotzdem zum Lachen bringen. Wir versuchen das auf unsere Art und Weise. Zum Beispiel mit überraschenden Moderationen oder witzigen Interview-Gästen. Alfons, der Franzose mit der Trainingsjacke, war gerade erst da. Auch Olli Dietrich war bereits mehrfach in diesem Jahr bei uns. Der NDR hat übrigens auch politisches Kabarett im Programm. Bei NDR Info gibt es jede Woche die Satire-Sendung "Intensiv-Station" und im NDR Fernsehen haben wir "extra 3". Nicht alle NDR Programme können und sollen immer alles selbst anbieten. Wir teilen uns das ganz bewusst untereinander auf."

  • Frage

    Nico Kutzner aus Hausbruch: "Mir gefällt es nicht, dass deutsche Künstler im Programm wie zum Beispiel Max Giesinger und Mark Forster gespielt werden und Helene Fischer nicht. Ihre Konzerte sind ausverkauft und sie hat mehrere davon hier in Hamburg gegeben."

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musik-Chef: "Erst einmal will ich einräumen, dass wir die Künstlerin Helene Fischer und ihre Arbeit unglaublich schätzen. Wie so oft gibt es bei diesem Thema aber zwei Seiten: Bestimmt kennen Sie Menschen, die gerne das Oktoberfest feiern oder ein Mittelalterfest besuchen. Worauf ich hinaus möchte: Ein Live-Event kann tausende Menschen anprechen. Doch diese Menschen erwarten nicht genau diese Musik auch im Radio. Live-Veranstaltung und Musik im Radio sind insofern nicht direkt vergleichbar."

  • Frage

    Evelyn Meier aus Jenfeld: "Warum muss der Verkehrsfunk immer mit Musik im Hintergrund gesendet werden? Im Auto kommen noch die Fahrgeräusche dazu und es ist mit der Musik manchmal sehr undeutlich, da auch noch sehr schnell gesprochen wird!"

  • Antwort

    Ralph Eichmann, Redaktionsleiter von NDR 90,3 "Hamburg am Morgen": "Natürlich ist für uns Verständlichkeit am allerwichtigsten! Die Meldungen, die wir im Verkehrszentrum Rotherbaum aufbereiten, sollen allen helfen, schnell und sicher von A nach B zu kommen. Gleichzeitig ist ein Block mit zehn oder 15 Meldungen ganz schön lang. Musik hilft einfach vielen Hörern, dranzubleiben. Vermutlich geht es besonders um die Dosierung - nicht zu laut, nicht zu hektisch. Ich hoffe und bin der Meinung, dass NDR 90,3 einen guten Kompromiss gefunden hat. Aber ich verspreche, wir nehmen Ihre Anregung mit und hinterfragen und jeden Tag aufs Neue, ob wirklich alles gut verständlich ist."

  • Frage

    Kurt Ludwig: "Ich vermisse Theresa von Tiedemann. Ist die bei Ihnen nicht mehr beschäftigt? Man hört sie gar nicht mehr bei NDR 90,3!"

  • Antwort

    Theresa von Tiedemann: "Ich freue mich sehr über Ihre Anfrage! Und: Ich habe NDR 90,3 auch sehr vermisst. Heute bin ich das erste Mal seit der Unterbrechung durch die Elternzeit wieder am Rothenbaum. Im März habe ich eine kleine Tochter bekommen. Ende November werde ich aber wieder im Studio stehen. Und dann für Sie liebend gerne wieder senden."

  • Frage

    Holger Knebel aus Finkenwerder: "Warum gibt es bei NDR 90,3 einen eigenen HSV-Reporter?"

  • Antwort

    Matthias Steiner, NDR 90,3 Sport-Chef: "Das ist wirklich eine spannende Frage. In der Fußball-Bundesliga sitzt jeweils ein Reporter bei den Spielen des HSV und berichtet stellvertretend für alle öffentlich-rechtlichen Radiostationen in Deutschland. Für uns bei NDR 90,3 in Hamburg sind die HSV-Spiele natürlich besonders wichtig: Wann immer etwas im Stadion passiert, wollen wir Sie natürlich sofort informieren. Und das ginge nicht, wenn der ARD Reporter gerade für einen anderen Sender spricht. Deshalb ist Lars Pegelow, unser HSV-Experte, immer live und exklusiv für NDR 90,3 am Ball. Übrigens auch zwischen den Spiel-Wochenenden, denn es gibt immer wieder interessante Geschichten. Damit wir Sie in Sachen Raute also wirklich immer auf Ballhöhe informieren können, haben wir einen eigenen HSV-Reporter."

  • Frage

    Wolfgang Köpp: "Hat NDR 90,3 einen neuen Musik-Chef? Was ist mit KPO, ist er nicht mehr beim NDR?"

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musik-Chef: "Herzlichen Dank für diese Nachfrage nach Herrn Otto, oder KPO, wie er ja hier im Programm auch immer gerne genannt wurde. Er ist im Sommer in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Das Oster-Programm war natürlich immer ein echter Hinhörer, das ist uns bewusst, und deshalb sind wir derzeit auch mit ihm im Gespräch, ob er für die Ostertage 2018 sozusagen noch einmal rückfällig wird und uns und Ihnen ein schönes Programm zusammenstellt und dieses dann natürlich auch moderiert."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 22.11.2017 | 08:50 Uhr

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